Mittwoch, 01. Februar 2023
Nach einem 6-stünden Nachtflug sind wir ziemlich k. o. in Dubai angekommen. Wir wurden in der Familienreihe platziert, allerdings nur zum Teil. Neben mir saß noch eine junge Familie mit einem 10 Monate alten Mädchen. Zwei Kleinkinder nebeneinander, die eigentlich schlafen sollen…
Es hat leider nicht so gut funktioniert. Glücklicherweise haben wir trotzdem auf Nachfrage ein Babybett bekommen. Bei Turbulenzen müssen die Kleinen allerdings auf den Schoß genommen werden. Kaum hatten es die beiden Kleinen geschafft einzuschlummern rannte eine Flugbegleiterin hektisch auf uns zu, warnte vor schweren Turbulenzen und hat uns schon nach wenigen Minuten aufgefordert die Kinder aus dem Bett zu nehmen. Es lag vielleicht am A 380 😉 aber wir haben nichteinmal ein kleinwenig Gewackel gehabt. Besonders gerne fliege ich eh nicht und war auch glücklich darüber keine Turbulenzen zu haben. Naja die Dame hat nur ihren Job gemacht und auf unsere Sicherheit geachtet. Die Mutter und ich haben uns Wortlos angeschaut, das selbe gedacht und dann „vergeblich“ auf die Turbulenzen gewartet. Die anderen Passagiere wurden etwa 45 Min. später geweckt, sofern man nicht auf den 1. Blick sehen konnte, dass man angeschnallt war. Der Papa hat sich darüber gewundert, dass ich den Kleinen auf dem Schoß hatte. Der hat eindeutig kurz geschlafen. Wenigstens einer von uns :-).
An der Security wurden wir fotografiert, dann haben wir unser Gepäck geschnappt und sind los zum Taxi. Trotz vieler Reisenden ging es dann recht schnell und wir sind gegen 7:30 Uhr am Airbnb im Jumeirah Circle im Süden von Dubai angekommen.
Unsere Liste von Sehenswürdigkeiten (mit Kindern) ist lang.
Es war früher Mittag, als wir uns auf den Weg zu den Miracle Gardens machen wollten. Da standen wir, bereit in ein Taxi zu steigen. Taxi? Hmmm. Wir haben es mit zunächst mit der App S’hail versucht, leider stand auf unserem Display nur, dass die Anfrage in Bearbeitung ist. Der 2. Versuch ging dann über die App Careem. Hier tat sich auch nichts. Inzwischen standen wir über 40 Minuten vor unserer Unterkunft. Wir wohnen absichtlich ausserhalb vom Trubel, auch weil es überhaupt bezahlbar ist. Normalerweise kann man gut und günstig mit den Öffentlichen überall hinfahren. Ein Taxi konnten wir über die App am Ende erreichen, allerdings hat der Fahrer nochmal eine Nachricht entsendet, welche wir ohne WLAN nicht empfangen konnten, somit ging uns diese Fahrgelegenheit auch durch die Lappen.
Jedes Auto was vor der Tür anhielt, hätte unser Taxi sein können, die Kinder haben einem Mann mit Van freundlich zugewunken und es sind auch Leute ausgestiegen. Hat es doch funktioniert? Nein! Aber der Mann hat uns gefragt ob wir auf ein Taxi warten und uns erklärt, dass er ein selbständiger Taxifahrer ist. Seit der Pandemie musste Angelo (+971 52 616 1727, Whatsapp) sich etwas anderes überlegen und hat sich selbständig gemacht. Es sind ja genau vor uns Leute mit Kind ausgestiegen und in das Haus spaziert, in dem wir auch wohnen. Wir haben noch schnell den Preis verhandelt (war kein Unterschied zu den anderen Taxiunternehmen) und los ging es :-).
Ich habe dem Fahrer versprochen, ihn auf unserem Blog zu nennen, da er Kundschaft braucht und er super gefahren ist, sehr freundlich ist und wir uns auf den Fahrten gut unterhalten haben. Er hat uns von den Miracle Garden eher abgeraten, weil sich der Eintrittspreis verdreifacht hat. Wir haben eine „zu lange Liste“ für unsere kurze Aufenthaltsdauer und waren sehr glücklich mit der Entscheidung nur in das Global Village zu fahren.
Das Global Village ist im nüchtern ausgedrückt ein großer Freizeitpark mit Marktcharakter. Der Eintritt liegt bei ca 4 Euro und ist es unserer Meinung nach auch wert. Damit wir abends nicht wieder ohne Fahrgelegenheit dastehen haben wir gleich vereinbart, dass wir Angelo eine Nachricht senden und er uns etwa eine Stunde später dort abholen wird, wo er uns abgesetzt hat.
Im Village sind einige Länder vertreten, indem es eine schöne landestypische Fassade gibt. Hinter der Fassade gibt es Marktstände mit entsprechenden Waren des Landes. Dazwischen gibt es allerlei Essens- und Getränke-stände, wie auch in jedem Marktbereich. ACHTUNG, sehr frech: die Eisverkäufer, die Türkisches Eis herstellen und einem mit einer Showeinlage das Eis verkaufen wollen, halten die Waffel den Kindern hin. Unsere Kinder haben aus Reflex die Hand hingehalten UND schon mussten wir das Eis kaufen. Nicht nur das, es war auch noch doppelt so teuer wie der Eintritt. Unserer Tochter hat das kleine Eis nicht einmal geschmeckt. Ansonsten wird man überall herein und herangelockt um mal zu testen, probieren, riechen etc. Auf Dauer wird das recht anstrengend. Die Aufmachung war bei Dunkelheit nochmal eindrucksvoller. Den Kindern hat die Wunderlampe und ein beleuchteter Springbrunnen am besten gefallen.
Unser Fazit: Am besten nicht am Wochenende und bei Einbruch der Dunkelheit anschauen gehen. Entweder mit einem festen Plan, vorsätzlich etwas dort essen gehen, oder vorher/hinterher woanders etwas essen. Wir haben uns dort drei verschiedene Kleinigkeiten geteilt und uns im Anschluss im Appartment Nudeln gekocht.
Tag 2 in Dubai
Angelo hat uns zur Metro gebracht und von dort sind wir zur Dubai Mall gefahren. Metrotickets lagen noch in unserer Unterkunft. Kinder müssen erst ab 6 Jahren zahlen, somit war die Metrofahrt für uns kostenlos. Etwa 14 Stationen sind wir gefahren, bis wir im Erdgeschoss der Mall ausgestiegen sind. Zielstrebig sind wir zum Aquarium gelaufen, wo man auch ohne Eintritt zu zahlen an einem riesigen Fenster Fische beobachten kann. Direkt hinter dem Fenster ist ein Candyshop, hier kann man dabei zusehen, wie aus Bonbonmasse Bonbons hergestellt werden. Ein einfacher Bonbonmix ist mit ca. 3 Euro auch bezahlbar. Nachdem wir uns sattgesehen haben, sind wir der Beschilderung nach zum Brunnen nach draußen gelaufen. Von draußen hat man einen super Blick auf den Burj Khalifa. Leider waren wir für die Wassershow zu früh dran. Erst ab 18 Uhr kann man alle 30 Minuten eine (sicherlich) tolle Wassershow am Fuße des Burj beobchten. Über 2 Stunden wollten wir aber nicht in der Mall flanieren, groß genug wäre sie sicher 😉
Wir haben uns dafür entschieden, mit den Kindern an den Strand zu fahren. Die Metro zur Marina/zum Strand haben wir etwas suchen müssen, weil eine größere Baustelle den direkten Zugang versperrt hat. Die Leute sind aber alle hilfsbereit gewesen und haben uns einen (nicht sichtbaren) Weg erklärt. Hat alles funktioniert :-). Von der Metro sind wir ca. 1km durch die Straßen ge-laufen und kamen endlich am Strand an. Latschen aus und ab ans Wasser 🙂
Wir hatten einen erstklassigen Blick auf das Riesenrad, welches derzeit so weit ich weiß das höchste der Welt ist (natürlich, wir sind ja in Dubai), allerdings befindet es sich aktuell in Wartung und nimmt keine Passagiere auf. Ehrlich gesagt zum Glück, denn so mussten wir unsren Kindern nicht erklären, warum wir zu einem Riesenrad laufen und es uns nur anschauen :-).
Es gab direkt am Strand einen Spielplatz wo sich die Kinder noch ausgetobt haben, bevor wir ein Taxi am Straßenrand anhalten konnten, welches uns direkt nach Hause gefahren hat. Zu Essen gab es nochmal Nudeln mit Sauce, alle sind satt und zufrieden in die Federn gefallen. Okay, nicht ganz. Wir mussten noch abspühlen, aufräumen und packen, morgen geht es um 5 Uhr aus dem Bett und um 6 Uhr steht Angelo hoffentlich vor der Tür um uns an den Flughafen zu bringen. Es hat gedauert bis wir wirklich eingeschlafen sind. Unser Fahrer stand wie verabredet vor der Tür. Ab nach Thailand!



















