Thailand – Bangkok – Wat Arun

Freitag, 03. Februar 2023

Meru’s erster Bericht aus Bangkok vom Tempel Wat Arun. Für das Video bitte hier klicken:

Live aus dem Tempel Wat Arun

Der Reisetag begann um 5 Uhr, nachdem wir uns noch nicht an die Zeitverschiebung gewöhnt haben, haben wir kaum geschlafen. Unser Fahrer Angelo, stand überpünktlich um 6 Uhr vor der Tür, um uns zum Flughafen zu bringen. Leider hatten wir das Geld nicht passend in der Tasche und weil er kein offizieller Taxifahrer ist, durfte er kein Geld annehmen, was auch am Flughafen mit Kameras überwacht wird. Wir rufen ihn wieder an, sobald wir auf dem Heimweg sind, denn da werden wir nochmal in Dubai vorbeischauen. Er wird das Geld auf jeden Fall noch bekommen.

Der Flug von Dubai nach Bangkok ging pünktlich und alles hat reibungslos funktioniert. Wie bislang, durften wir als Familie an vielen wartenden Menschen vorbei und direkt an den Check-In, zur Ausreise und Security-Check. Früher als erwartet standen wir am Gate. Im Flugzeug selbst hatten wir zunächst 3 Sitzplätze in der Familienreihe und einen Sitzplatz auf der anderen Gangseite. Die junge Frau neben mir hat uns angeboten, den Sitzplatz zu tauschen, damit wir alle in der gleichen Reihe sitzen können. Naja oder damit sie nicht neben mir und drei Kindern sitzen muss ;-). Wie auch immer, wir waren alle glücklich damit! Für Rio gab es auf Nachfrage das Babybett. Die Flugbegleiter prüfen recht streng, ob das Baby noch hineinpasst. Zum Glück hat Rio schon geschlafen und ich konnte ihn seitlich ablegen, die Beine waren leicht angewinkelt, aber es hat gerade so gepasst. Eine Stunde hat er etwa geschlafen, den Rest der noch 5 Flugstunden haben wir uns mit dem Babysitten abgewechselt. Die beiden Großen konnten ihr Glück kaum fassen und haben den ganzen Flug Filme geschaut.

In Bangkok angekommen ging direkt die Sonne unter. Die Temperaturen sind nochmal deutlich höher als in Dubai und die dicke Stadtluft kann man schneiden. Da wir nur eine Tasche und die Kraxe aufgegeben hatten, war unser Gepäck schnell abgeholt und wir konnten uns nach diversen Zwischenstopps (SIM-Karte, Pipi, Durst…) zu den Taxis durchschlagen. Hätten wir mal ein Vanticket gekauft! Wir haben das kleinste Taxi weit und breit erwischt. Auch mit wenig Gepäck sind wir immerhin 5 Leute. Wir wollten dem Fahrer erklären, dass wir lieber ein anderes Taxi nehmen, der Fahrer „wollte es sich nicht nehmen lassen“ uns zu fahren und fing eifrig an, das Gepäck auf dem Beifahrersitz zu verstauen. Gut, wir sind eingestiegen – ähhh -hereingeklettert. Jedenfalls steckten wir so fest im Auto, dass niemand bei einer Bremsung hätte herausgeschleudert werden können. Die Bremse kannte er irgendwie auch nicht. Naja letztlich hat er dann noch für das Gepäck extra-Geld verlangt und uns zur Unterkunft gebracht. Wir waren zu müde für Diskussionen und waren einfach froh angekommen zu sein.

Unsere Unterkunft lag direkt hinter dem Wat Arun. Das Haus ist ein traditionelles Thailändisches Gebäude, hier und da wurde nach und nach etwas angebaut. Alles ist funktional und für uns vollkommen ausreichend. Es gibt eine Ecke zum Essen mit Tüten-Suppen sowie heiß Wasser und einem Kühlschrank. Wir mussten 2 Zimmer mieten, damit wir genug Schlafplätze haben. Mali und Meru hat es riesig gefreut, in einem so königlichen Bett schlafen zu dürfen. Wir haben uns zwar sehr nach der Matratze gesehnt, aber wir hatten seit dem Frühstück, welches aus Tee und Nüssen bestand, nichts zu Essen. Blöderweise war es mittlerweile 23 Uhr und es gab keine geöffnete Suppenküche, wie wir es von der anderen Flussseite gewohnt sind. Nachdem wir 3 mal am Haus der gleichen Familie vorbeigedackelt sind, haben die uns den Tipp gegeben, zum 7Eleven um die Ecke zu gehen. Es gab Milch und es gab Cornflakes – na bitte, das Abendessen ist gerettet ;). Kurz vor Mitternacht haben wir die Kinder mit Cornflakes und Oreokeksen glücklich gemacht. „Nur noch duschen“ und dann konnte endlich geschlafen werden.

Samstag, 04. Februar 2023

Nach 2 Stunden waren Steffen und ich wach, also haben wir nach den Kindern geschaut, ein paar Scheiben Gouda genascht und dann versucht, wieder einzuschlafen. Wir wohnen direkt hinter dem Tempel Wat Arun, das bringt allerdings mit sich, dass man den Morgen-Appell (lautes schräges Trompeten um 5:30 Uhr) mitbekommt. Rio war auch erst einmal wach. Tatsächlich sind wir nochmal eingeschlafen und erst gegen 9 Uhr aufgestanden.

Frühstück: Cornflakes mit Milch! Gleich vor der Tür ging der Tag aber schön los. Mali hat sich mit einem Paar aus Frankreich zum Teil auf französisch unterhalten, welches widerum ein anderes Pärchen auf der gegenüber-liegenden Straßenseite (also 2,5 Meter weiter) so süß fand, dass sie ihr einen Pancace-Spieß bei der fliegenden Händlerin gekauft haben. Kurz darauf sind lauter sehr chick gekleidete Frauen aufgetaucht und haben an einem Straßenschild (die Gegend sah nicht so feierlich aus) mit ihren chicken Handtaschen posiert. Seltsam! Wir sind durch den Hintereingang endlich zum Tempel rein. Mittlerweile ist der Tempel ab einer gewissen Uhrzeit eingezäunt und man muss Eintritt zahlen. 100 Bath für die Erwachsenen. Meru hat für seine Klasse die ersten Videos aufgenommen. Jedes Mal, wenn er etwas sagen wollte, kamen einige mehr von den sehr hübsch gekleideten Menschen. Ich habe ein paar der gut gekleideten Damen gefragt, was sie feiern. Hierzu hat Meru sein Video gemacht, anstatt etwas über den Tempel selbst zu berichten, einfach oben klicken!

Beeindruckt von den vielen Details und glücklich über den Zufall, dabei gewesen zu sein, als jemand Mönch wurde, sowie einige Stufen später, sind wir mit der Fähre Richtung Khaosan Road gefahren. In einer der angrenzenden Straßen der Khaosan Rd haben wir einer fliegenden Händlerin fast alle Wassermelonentüten abgekauft, die sie dabei hatte.

Meru hat seinen ersten Einkauf alleine getätigt (das geht daheim auf dem Dorf nicht so einfach, obwohl er kein Thai kann), er war stolz, seinem kleinen hungrigen Bruder eine Freude mit „mehr“ Melone machen zu können. Der Abend kam irgendwie schneller als erwartet und so kam es, dass wir nicht mehr mit der Fähre zurück konnten. Am Wochenende fährt die Fähre nur bis 18:30 zum Wat Arun.

Die Rück“reise“ zur Unterkunft. Nicht weit vom Pier gibt es eine Bushaltestelle, nach längerem Warten kam tatsächlich die Busnummer, auf die wir gewartet haben. Im Bus herrschen frostige Temperaturen, das Ticket wird im Bus gekauft und ein netter Fahrgast hat der Ticketverkäuferin übersetzt, wohin wir fahren möchten. Leider fuhr die Buslinie nicht genau zum Tempel. 1,7km mussten wir nochmal von der Haltestelle heimlaufen. Unterwegs saßen mehrere Straßenhunde am Wegrand, sie sind aber auch sitzengeblieben und haben uns nicht beachtet, als wir uns ihnen genähert haben. Puhhh, vor wilden Hunden habe ich Respekt. Die Kinder haben super durchgehalten und sind ohne jammern den ganzen Tag auf den Beinen gewesen. Sie haben am späten Abend sogar noch ein Auge für den beleuchteten Tempel gehabt.

Mali: Hat unfassbar viele Menschen gegrüßt und freundlich zurückgewunken und gelächelt. Mutig hat sie Früchte und Getränke probiert und sich auf Englisch, Französisch und mit Lächeln verständigt.

Rio: Hat riesige Freude am Duschen gehabt, besonders als er die Brause alleine festhalten durfte.

Meru: Hat seine ersten Beiträge für die Schule gedreht und schon einen ersten Follower (aus der Vulkaneiffel).

Schon geht unsere Reise weiter nach Chiang Mai.


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