Montag, 17. April 2023, Singapur

Morgens war erstmal die Frage, wo wir etwas Bezahlbares frühstücken können. Wir haben mal vorsichtig in unserem Hotel gefragt, und es war für diese Verhältnisse vollkommen gut, Kinder müssen nichts zahlen. Für 28 Euro sind wir alle satt geworden und hatten auch noch eine große Auswahl, ausserdem konnten wir uns noch Äpfel für den Tag einstecken. Wir sind erstmal zu Fuß los, auch wenn die Metro günstig ist und alle 5 Minuten fährt. Wir sind am Fluss entlang gelaufen und kamen damit an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei. An ClarkeQuay war leider eine Riesen-Baustelle und ansonsten „tote Hose“, wahrscheinlich waren wir zu früh da. Die bunten Häuserfassaden konnte ich leider nicht gut fotografieren. Die Wege waren fast menschenleer, alles war aufgeräumt und hübsch. Am Fullerton Hotel gab es verschiedene Wege, um ans Wasser zu gelangen, wo man einen guten Blick auf das berühmte Hotel und das Museum hat. Wir hatten verschiedene Ideen, z.B. in das Museum zu gehen, allerdings war die aktuelle Austellung (wahrscheinlich) nicht unser Geschmack. Für manche Spaß-Attraktionen wie den Bouncing-Net-Garden muss man mindestens 1,30 Meter groß sein und das Eiscreme-Museum war leider auch nichts für uns. Nach längerem Suchen haben wir den Eingang zum Hotel und dessen Aufzug zur Aussichtsplattform gefunden, an der Kasse sind wir umgekehrt und haben beschlossen das Geld lieber in gutes Essen zu investieren. Tatsächlich haben wir sehr leckere Tees mit Obst darin gehabt. Wir sind von der Helixbrücke die Bucht abgelaufen, durch das Marinabay Hotel und über die Brücke zu den Gardens by the Bay gelaufen. Der Garten ist sehr schön angelegt, aber die künstlichen Bäume wirken seltsam, wenn man zuvor schon im Dschungel war und unfassbar viele exotische Pflanzen gesehen hat. Abends muss man aber auf jeden Fall zu den künstlichen Bäumen und sich die Lichtershow anschauen.














Auf die Show zu warten hätte in unserem Fall bedeutet, dass wir dreieinhalb Stunden warten müssen und es lagen schwere, dunkle Wolken in der Luft. Luft, die man schneiden konnte. Uns war zu warm, und wir waren mittlerweile fußlahm. Wir haben beschlossen, nochmal am Hotel in den Pool zu springen, etwas zu essen und dann nochmal mit der Metro zu den Gardens by the Bay fahren.
Es hat viel länger gedauert, an die richtige Metrostation zu kommen, als gedacht und wir sind sicher nochmal 2km durch die (sehr schöne) Gegend gelaufen.
An der Metro die nächste Überraschung. Man muss eine Metrokarte für 10 Dollar kaufen und diese mit Bargeld aufladen. Bargeld wollten wir eigentlich gar nicht haben, und in einer so modernen Stadt ist es auch nicht nötig. Es sei denn, man möchte Metro fahren. Am Geldautomaten angekommen mussten wir feststellen, dass man keinen geringeren Betrag als 100 Dollar abheben kann. Unser einziger voller Tag hier in der Stadt war aber schon fast vorbei. Am Ende hatten wir 80 Dollar in der Tasche und 2 Metrokarten. Die Kinder fahren zum Glück noch kostenlos.
Es gab acht Metro-Ausgänge, und wir hatten keine Ahnung, welcher der Richtige ist, wir haben jedenfalls den falschen genommen und sind nochmal 1000 Meter gelaufen, bis wir endlich am Hotel waren. Am Liebsten wäre ich im Bett liegen geblieben. Bevor wir einen schönen Pool verpassen, haben wir uns aufgerafft und die letzten Meter zum Pool geschleppt. Die Kinder sind reingesprungen und sahen nicht so aus, als wollten sie in 20 Minuten wieder aufs Zimmer, sich anziehen zur Metro laufen und zu der Light-Show. Abgesehen davon, dass wir selber müde waren.



Heute ist die einzige Chance die Show zu sehen und eigentlich haben wir den ganzen Tag darauf gewartet, und wir konnten uns einen Ruck geben. Die Kinder waren gar nicht begeistert sind aber ohne Jammern mitgekommen. Immerhin kannten wir einen Weg der direkt (denken wir) zur Metro geführt hat. Irgendwie sind wir eine Station zu früh ausgestiegen und mussten aus einer sehr verlassenen Gegend noch bis zu den Gärten laufen, aber so kennt man das von uns ja schon. Wenn man nicht an den Touristenattraktionen ist, ist auch plötzlich nicht mehr alles detailiiert ausgeschildert, und wir wussten nicht, wo der beste Eingang und der kürzeste Weg zum Ort des Geschehens ist. Ist das am Hauptbaum? Wir gehen mal davon aus. Verdächtig wenige Leute hier, dafür dass das Highlight der Stadt in ein paar Minuten beginnt. Kurz darauf hatten wir ein paar Follower, die wohl dachten, wir kennen uns aus. Fünf Minuten vor Beginn haben wir den „Hauptbaum“ erreicht und hier waren auch einige Menschen versammelt, wir haben es wohl gefunden. Schnell noch einen Platz unter den Ästen gesucht, also einfach auf den Betonboden gelegt und los ging es.
Ja, es hat sich rentiert, sich aufzuraffen! Die Show war toll, die Atmosphäre, das Klima, einfach alles. Die Kinderaugen haben geleuchtet und wir sind einfach dageblieben und haben uns auch die zweite Runde 45 Minuten später angeschaut. In der Pause waren die beiden großen Männer auf Essenssuche und es gab auch in Sichtweite Restaurants. Zurück kamen sie allerdings nur mit Getränken. Wir wollten zwar gut essen gehen, aber es waren fünf Restaurants mit einem Michelin-Stern, die Auswahl war einfach zu groß ;-).






Die Musik wechselt zwar, aber an einem Tag ist es wohl das gleiche Programm, aber dann hat es uns eben ein zweites Mal sehr gut gefallen. Den Rückweg kannten wir ja jetzt und dieses Mal konnte man den Massen auch einfach folgen, um zur MRT zu kommen.
Es gab übrigens „Not-Nudeln“ aus einem Minisupermarkt, leider gab es unsere für gut befundenen Hot Cup- Soup Ayam nicht und die Ramen mit Currynote waren im wahrsten Sinne hot.
Zähne putzen und ins Bett fallen waren das Letzte, an was ich mich erinnern kann.






Dienstag, 18. April, Singapur und zurück nach Thailand, Koh Samui
Das Frühstück im Hotel war gesetzt. Unser acht-stündiger Flug nach Ko Samui stand heute Abend an, davor hatten wir allerdings einige Stunden zu überbrücken. Das Gepäck konnten wir im Hotel lagern. Viel laufen wollten wir auf keinen Fall, aber stundenlang in der Lobby sitzen war uns vor einem langen Flug auch nichts. Am Ende haben wir uns für einen Wasserspielplatz entschieden, in der Hoffnung im Schatten etwas ruhen zu können, nicht den ganzen Tag schwitzen zu müssen und den Kindern genug Aktion zu bieten, dass sie im Flugzeug müde sind und schlafen.
Mit einem Handtuch vom Hotelpool und unseren Badesachen in der Kraxe ging es zur Metro. So weit so gut. Wir mussten schon nach zwei Staionen aussteigen. Hier gab es allerdings zu viele Ausgänge und wir haben uns in der riesigen Mall und den tausend Rolltreppen verirrt. Bis wir den richtigen Ausgang gefunden hatten waren wirklich 60 Minuten vergangen. Jetzt „nur noch“ immer gerade aus zum Wasser-Spielplatz. Wir waren am Spielplatz, der war allerdings hinter einem Zaun mit viel Grünanlagen, und es führte kein Weg zu einem offiziellen Eingang. Es gab ein Hotel, da konnte es von der Richtung, die wir angezeigt bekommen haben einen Zugang geben. Das Hotel war richtig nobel, es roch nach Blumen und die Lobby war riesig. Es gab sogar seltsam gekleidete Türsteher, die inem die Tür geöffnet haben. Wir sind in unserer Kleidung wahrscheinlich aufgefallen. Vor unseren Augen lag ein schöner Garten mit Pool und einem Wegweiser zum Wasserspielplatz. Die Kinder waren schneller im Wasser als wir gucken konnten. Der Pool war zwar groß, aber nicht so edel wie das dazugehörige Hotel, der Wasserspielplatz war irgendwo versteckt, wir haben aber auch nicht mehr danach gesucht, sondern die Zeit, die wir noch vor dem Abflug hatten, genutzt. Viel war nach der Sucherei nicht mehr übrig. Zurück zu unserem Hotel sind wir mit einem Taxi, die Kinder konnten sich auf dem Spielplatz noch austoben.


Der Transfer war eigentlich schon organisiert, allerdings hat der Fahrer einfach abgesagt und kam nicht. Der Plan war, sehr früh am Flughafen zu sein und dort in das Jewel zu gehen, das wurde uns empfohlen, zeitlich hat es aber nicht mehr gereicht.
Der Flug nach Koh Samui hat 1 1/2 Stunden gedauert und die Einreise nach Thailand war einfach. Wir wurden am Flugzeug mit einem offenen Bus abgeholt und direkt zu den Schaltern gebracht, wo man die Fingerabdrücke hinterlässt, das einzige Gepäckband wird vom Personal abgeräumt, so stand alles schon bereit, und wir mussten nur noch zur Unterkunft.
Die Unterkunft war sehr hübsch und sauber. Am nächsten Morgen sind wir noch kurz im Pool gewesen, bevor es zur Fähre in Richtung Koh Phangan ging.



