Mittwoch, 19. April 2023 Koh Samui/ Koh Phangan
Unter den vielen Backpackern und Pärchen, die alle mit „leichtem“ Gepäck reisen waren wir, mit Autositzen, großer Campingmatratze und zu vielen Gepäckstücken. Vermeiden lässt sich das nicht mehr, aber irgendwie mussten wir das ganze Zeug auf die Fähre bekommen. Irgendwie hat es geklappt, aber von der Fähre wieder runter und zum Busterminal zu gelangen war schwieriger. Man muss etwa 200 Meter von der Fähre die Straße herunter laufen, dort parken jede Menge Taxi-Sammelbusse und man wird nach grober Ziel-Richtung aufgeteilt. Die Preise liegen für einen Erwachsenen bei ca. 200 Bath für gute 30 Minuten Fahrt. Kurz vor der Abfahrt wollte der Fahrer dann doch pro Familie mehr, aber wir hatten das Geld schon abgezählt und passend hingehalten.
Die Bucht und Unterkunft hier kennen wir und hofften, dass es noch genauso schön ist, wie wir es in Erinnerung hatten.
Die Bungalows liegen direkt am Strand, ansonsten gibt es nichts, aber bei der Kulisse braucht man auch nichts. Die Resturants, in denen man fast rund um die Uhr essen kann, verteilen sich nach rechts und links am Strand entlang und lassen keine Wünsche offen.
Zum Glück sah das Meiste noch so aus, wie wir es kennen, bis auf die tolle Schaukel die hier an einer Palme befestigt war.
Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben, sind wir was kaltes trinken gegangen und haben mit dem entspannten Teil der Reise begonnen. Hier wird nicht viel unternommen, stattdessen werden wir etwas mehr Schulaufgaben/Arbeit erledigen, viel baden gehen und die Reise weiter organisieren.



Donnerstag, 20. April 2023, Koh Phangan
Durch die Zeitveschiebung (noch von Sydney) haben wir recht lange geschlafen und sind gemütlich etwas frühstücken gegangen. Den Strand nach links oder rechts gehen, ist die erste Entscheidung die wir am Tag fällen müssen. Die Kinder hatten links Spaß, da man dort am Boden sitzen und Rio herumrennen kann. Es ist sehr praktisch, auf Bodenkissen sitzend zu essen.
Die Aussicht ist einfach traumhaft, das Wasser ist türkis, der Strand ist weiß und ein ganz leichter Wind ging. Das Obstbstangebot ist groß und die Kinder können wieder Smoothies, Fruchtshakes oder was immer sie möchten essen, kurz, wir sind im Schlaraffenland.
Die Bedienung ist sehr nett und albert mit den Kindern herum. Das hält die Kundschaft, verdienterweise, und funktioniert auch bei uns.
Natürlich waren wir baden, mehrmals, und wir haben Sandburgen gebaut. Die Wassertemperaturen (30°C, Tendenz zu 32°C) liegen über der der Luft, Abkühlung hat man nur, wenn man aus dem Wasser kommt und mit Glück etwas Wind geht.
Es gibt mittlerweile zwei Supermärkte an der Straße, Milch für Tee und Kaffee ist vorhanden.
Steffen hat noch die Tauchstationen abgeklappert, weil man von hier mit Glück einen Walhai sehen kann. Der Auffrischungskurs fand spontan heute statt und der Ausflug ist für morgen geplant. Ich werde bei den Kindern bleiben und erstmal abwarten, ob sich die Gegend zum Schnorcheln lohnt.
Abends haben wir nochmal beim „funny Guy“ gegessen. Zum krönenden Abschluss bin ich mit den großen Kindern bei der Massage gewesen.





Freitag, 21. April 2023, Koh Phangan
Die Nacht war sehr warm und Rio hat sehr schlecht geschlafen. Steffen ist früh aufgestanden, um zum Treffpunkt für’s Tauchen aufzubrechen. Ich bin mit den Kindern zum „funny Guy“ frühstücken gegangen.
Vormittags waren wir am Strand, bis Rio deutliche Müdigkeitssignale gegeben hat. Meru hat ein Buch gelesen und danach an der Videokonferenz teilgenommen. Er vermisst seine Klasse mittlerweile und hat sich gefreut, dass die Osterferien in Deutschland endlich vorbei sind.
Mali hat mit mir etwas gespielt und zum Teil auch bei der Videokonferenz zugehört. In ein paar Monaten gehört sie auch zur Klasse und kann es nicht erwarten, ein Schulkind zu sein. Den Morgenkreis kennt sie jetzt jedenfalls schon.
Wir haben die Zeit auf Daddy zu warten mit gekühlten Getränken und einem Eis überbrückt.
Leider gab es keinen Walhai und der Tauchspot war nicht so ideal, weil die Sicht nicht so gut war. Es gab dennoch Fischschwärme und Steffen hatte Spaß.
Abends sind wir alle baden gewesen und haben hinterher kalt geduscht. Zum Abendessen sind wir dieses Mal nach rechts gelaufen, hauptsächlich weil Meru frische Garnelen vom Grill essen wollte. Wir waren umringt von schönen Fackeln und bunten Lichtern, es gab ein Lagerfeuer, und es wurde live Musik gespielt (nicht ganz mein Geschmack), aber die Atmosphäre war sehr schön. In etwa 100m Entfernung gab es zwischenzeitlich ein kleines Feuerwerk. Wie im Urlaub :-).




Samstag, 22. April 2023, Koh Phangan
Die Zeit vergeht, wir haben viel gelesen und recherchiert, aber letztlich nichts gebucht. Heute müssen wir uns zumindest für die folgende Woche entscheiden, wo wir sein wollen. Nach reichlich Bungalows, Resorts, Hotels Angucken, kamen wir zum Entschluss, erstmal hier ein paar Tage zu verlängern. Beim funny Guy haben wir uns auch die Bungalows angeschaut, einfach traumhaft! Leider ist es nicht unsere Preisklasse und wir könnten das nur für zwei Nächte mal machen. Das kleinere und günstigere Familienzimmer ist leider schon ausgebucht und damit hat sich das erledigt. Zwischenzeitlich haben wir auf Koh Samui geschaut, aber es gibt immer ein „Aber“ und wenn man die Beschreibung mit dem vergleicht, wo wir gerade sind, hat diese Bucht hier doch immer gewonnen. Ausserdem mussten wir überlegen, wohin wir mit der Fähre fahren und mit welchem Verkehrsmittel wir von Surat Thani nach Bangkok kommen möchten.
Die Idee den Nachtzug zu nehmen hatten wir schon länger, nur wussten wir noch nicht, von wo und wann genau, wir haben uns etwas im Kreis gedreht und zwar zu lange. Endlich haben wir ein Zeitfenster von drei Tagen festgelegt und hätten den modernen, aber auch den älteren Zug genommen, auch bei der Uhrzeit wären wir flexibel gewesen, aber die Schlafwagen waren restlos ausgebucht. Eine Busfahrt würde 18 Stunden dauern, das werden wir uns nicht antun. Bleibt leider nur die Fähre, auf denen stinkt es häufig nach Diesel und es ist so kalt wie im Gefrierschrank, abgesehen davon fährt auch die schnelle Fähre ewig. Fliegen ist günstig, sogar günstiger als die Zugfahrt und wir sind nicht lange unterwegs.
Zwischenzeitlich war ich mit den Füßen im Wasser und habe Leute kennengelernt, die auf der Suche nach einer Unterkunft waren. Wir können das hier absolut empfehlen, auch wenn es keinen Pool, keine Küche und keinen Fernseher gibt. Sie haben uns erzählt, dass es einen schöneren Strand auf der anderen Inselseite gäbe, und sie lieber dort unterkommen werden, da dies hier nicht ihren „veganen“ Vorstellungen entsprach. Ernsthaft! Der kleine einjährige Sohn „möchte“ Veganer sein, und darum ist die Unterkunft nicht geeignet, Kochen geht hier nämlich nicht. Da sieht man doch, wie verschieden die Vorstellungen vom Traumort sind. Zum Glück.
Wir haben gleich gegoogled und eine schöne Unterkunft an dem „noch schöneren“ und scheinbar „veganer-geeigneten“ Ort gefunden. Jetzt wissen wir, wo wir die letzten Tage in Thailand verbringen.
Für den Süden von Thailand hatten wir uns alles offen gehalten und haben in Betracht gezogen, auf unterschiedliche Inseln zu reisen und auch auf die Westseite zu fahren. Letztlich ist uns momentan aber danach, einfach mal an einem Ort zu bleiben, was uns etwas mehr Zeit verschafft. Ausserdem fiel uns kein Ort ein, an dem wir jetzt lieber wären, eine Verlängerung ist hier möglich, es ist günstig und wir kommen mal dazu, mehr mit den Kindern zu spielen und zu entspannen. So schön das Reisen ist, es ist auch anstrengend.
Das Buchen hat eine Weile gedauert, man braucht ja auch immer eine Transport. Hier auf der Insel gibt es zwar Sammelbusse, aber die kommen nicht unbedingt dann vorbei, wenn man sie braucht. Üblicherweise fährt man hier mit dem Leih-Roller zu sehr günstigen Tarifen. Für uns kommt es aber nicht in Frage, mit den Kindern auf einen Roller zu steigen.
Der Tag ist so dahergedümpelt, immerhin haben wir die Zeit in Thailand fast fertig geplant und können die nächsten Tage entspannt genießen.
Seit wir hier sind habe ich mich nicht weiter als zum Supermarkt begeben und mir war nach etwas Leben. Es gibt einen Ort weiter einen Nachtmarkt, welcher vor vier Jahren sehr schön war. Mit einem Taxi vom Nachbarrestaurant haben wir uns in die belebtere Gegend bringen lassen, allerdings war von dem Markt, den wir erwartet hatten, nichts zu sehen. Der Tempel war da und auch der Platz wo die Stände aufgebaut waren existiert noch, aber scheinbar waren wir damals zu einem besonderen Termin da oder der Nachtmarkt existiert in der Form nicht mehr. Wir haben wenigstens eine Streetfood-Corner gefunden und haben auch zu Streetfood-Preisen gegessen. Es hat zwar nicht ganz entschädigt, aber jetzt wissen wir, dass wir keinen großen Nachtmarkt verpassen, es sind eher Geschäfte, die geöffnet sind und bunt beleuchtete Restaurants mit Musik.
Die Rückfahrt hatten wir auch gleich organisiert, wahrscheinlich wäre es auch mit dem Sammeltaxi gegangen, aber es fahren bei weitem weniger Taxis in unsere Wohngegend.
Mit den Füßen sind wir nochmal schnell ins Wasser, tatsächlich war es ein klitzekleines Bisschen kühler als bei Tag.







Sonntag, 23. April 2023, Koh Phangan
Uns ist nach Bewegung, aber nicht in der prallen Sonne. Die angegkündigten Wolken haben sich nicht blicken lassen, somit haben wir unsere Wanderung aufgeschoben. Wir sind viel zwischen Strand, Bungalow und Garten gependelt und haben uns möglichst im Schatten aufgehalten. Momentan ist die Ebbe zeitlich ungünstig gelegen. Mittags muss man ca 500 Meter ins Meer waten, bevor man hüfttief im Wasser steht. In dem seichten Wasser sind es locker 35 Grad Celsius, die einzige Erfrischung ist eine Dusche und dann vor den Ventilator setzen.
Wir haben im Wasser gespielt und am Strand eine Meerjungfrau gebaut. Nach dem Essen wollten wir zur Massage, aber die Kinder waren zu aufgedreht, wahrscheinlich war ein so ruhiger Tag doch zu ruhig. Bis Rio geschlafen hat, war die Massage geschlossen und wir konnten nur noch einen Abendspaziergang machen. Morgen gehen wir aber mal „raus“.





Montag, 24. April 2023, Koh Phangan Traumhaft
Der Plan mal ausserhalb frühstücken zu gehen stand eigentlich für heute fest nachdem wir uns hier bislang kaum bewegt haben. Nachdem ich etwas Yoga am Strand gemacht habe und die Kinder vom Supermarkt zurück kamen war uns allen zu warm. Niemand hat das Wort Frühstück erwähnt, in der Hoffnung, dass kein anderer danach fragt und wir 5km durch die sengende Hitze latschen. Am frühen Nachmittag gab es stattdessen Smoothies hier am Strand. Wir haben viel Zeit im Garten verbracht, Meru hat Schule gemacht, Mali, Rio und ich haben gespielt, Steffen hat nach Unterkünften geschaut. Der Tag plätscherte so vor sich hin. Vor dem Abendessen hatten wir noch einen sehr bunten Sonnenuntergang.



Dienstag 25. April 2023, Koh Phangan The Walk
Hätte uns vorher jemand gesagt, wie weit wir heute laufen werden, wären wir wahrscheinlich einfach am Bungalow geblieben. Zunächst haben wir den Frühstücksplan in Angriff genommen. Die knapp 5 Km wollten wir möglichst komplett laufen. Das blöde ist, dass es keine Gehwege gibt und man hier grundsätzlich nirgendwo hinläuft. Es kamen einige Taxibusse vorbei, man wird angehupt und entweder man springt auf, oder man lässt es. Wie auch sonst in Asien konnten viele nicht verstehen, warum wir unsere Füße benutzen, und bei der Hitze habe ich mich das auch kurz gefragt.
Wir haben das bunt bemalte Haus Sunbowl an der Straße gleich gefunden und sind durstig hineingestürzt. Als aller erstes wollten wir einen frisch gepressten Saft bestellen. Im Internet war die Auswahl nicht nur groß, sondern es sah auch alles gesund und sehr schön hergerichtet aus. Heute gab es leider keine Säfte, nur Matschatee in x Varianten. Meru hat sich eine Erdbeer-Lychemilch bestellt, allerdings war das sehr gewöhnungsbedürftig. Wenigstens war die Erdbeermilch genauso hübsch wie auf den Bildern, so hat jeder probiert und dann war sie auch schon leer. Beim Essen war es ähnlich, Kleinigkeiten für die Kinder gab es nicht. Das Porridge mit Mango-Zimt und Mandelmilch war sehr lecker, auch wenn es mich sehr an Weihnachten erinnert hat. Mali und Rio haben noch einen frisch gepressten Saft am Straßenstand bekommen. Der Rückweg lief sich etwas besser und die Kinder haben nicht nach einem Bus gefragt, bis einer anhielt und uns unbedingt mitnehmen wollte. Meru hat gesagt, er möchte noch laufen, Mali konnte auch noch ein bisschen, also haben wir mehmals und ausdrücklich abgelehnt. Die letzten 2 Kilometer waren schon sehr warm, aber wir haben Eisvögel gesehen und eine schön gemusterte Schlange (nicht platt, aber doch sehr schlafend), dann ging es mal endlich bergab und dann war die Bucht auch schon zu sehen… Die großen haben es geschafft und sind ohne Nörgeln bis nach Hause gelaufen.
Gekühltes Wasser, eine kalte Dusche und dann vor den Ventilator setzen, das tat gut. Das Sahnehäubchen kommt aber noch. Für den heutigen Abend hatten wir auf dem Hinweg (da waren wir ja auch noch hungrig) in einem Restaurant Plätze zur Sonnenuntergangszeit reserviert. Für die Dachterasse konnte man leider nicht reservieren. Natürlich wollten wir nur so früh essen, damit wir den Sonnenuntergang über der Bucht beobachten können.
Gerade mal 90 Minuten nach unserer Rückkehr mussten wir uns schon wieder auf den Weg zur Straße machen. Viele Taxibusse kamen nicht vorbei und den langen, steilen Anstieg hatten wir schon geschafft, jetzt brauchten wir auch keines mehr. Nach fast 2km waren wir am Ziel. Leider hatten wir weder die Aussicht auf die Bucht noch die live Musik, dafür die Mücken. Das Essen war aber sehr gut.
Beim 7Eleven hier im Dorf ist es wesentlich günstiger, als bei unserem Supermarkt. Mit einer schweren Tüte beladen haben wir uns nach einem Taxibus umgeschaut und auch zwei gefunden. Als sie gehört haben, dass wir nur 1,5km gefahren werden wollen, haben sie sich mehr oder weniger weg gedreht, für 400 Bath hätte er uns gefahren. Na danke. Wir sind im Dunkeln heimwärts losgelaufen und haben auf ein hupenden Bus gewartet, es kam aber keiner. Erst kurz vor unserem Abzweig zum Strand hat es gehupt. Zum Glück war die Straße überwiegend beleuchtet und nicht so stark befahren, ausserdem fahren die Meisten sehr langsam. Nach fast 14km für heute kamen wir ein zweites Mal sehr durchgeschwitzt und durstig an. Meru und Steffen sind zur Massage, Mali und ich haben mit Rio in die Heimat telefoniert bzw. Mali hat mit ihrer Freundin telefoniert. Ich kann nur sagen, was zwei Fünfjährige am Telefon besprechen, findet der Kleinste so lustig, dass er gespannt zugehört und immer wieder mitgelacht hat.






Mittwoch, 26. April 2023, Koh Phangan Neue Freunde
Es waren schon um 8:00 Uhr früh 31 Grad Celsius, niemand hatte Lust 2km ins nächste Dörfchen zu laufen. Es gab ein spätes Frühstück nebenan. Meru hat fleißig gearbeitet und beim Morgenkreis mitgemacht. Mali, Rio und ich waren zwischendurch im Sand und baden.
Am Nachmittag hat Mali zwei Mädchen zum Spielen gefunden, und Meru hat sich in der Hängematte ausgeruht.
Gegessen haben wir am Strand in der Nähe vom Lagerfeuer. Während des Essens gab es eine kleine Feuershow und Livemusik. Neben uns am Tisch haben wir schon gehört, wie eine Mutter ihrer Tocher gesagt hat, sie soll mal zu den Kindern (unseren) gehen und sie begrüßen. Meru hat das dann übernommen und wir kamen dann alle ins Gespräch. Die Kinder haben recht lange gespielt, die Jüngsten sind allerdings sehr müde gewesen und mussten ins Bett gebracht werden. Wir saßen später nochmal etwas vor der Tür und haben die Musik aus der Ferne gehört und die angenehmeren Temperaturen genossen.
Donnerstag, 27. April 2023, Koh Phangan Lazy Day
Wir hatten einen gemütlichen Tag am Hausstrand. Gefrühstückt haben wir mal in einem „neuen“ Restaurant am Strand. Es gibt meist die gleichen Speisen, nur in anderer Reihenfolge, und sie unterscheiden sich hier und da um 20 Bath. Es gab selbstgemachten Naturjoghurt, Rio mochte den Joghurt sehr. Während Rio geschlafen hat, haben die Kinder mit mir eine große Sandburg begonnen, allerdings wurde uns mitten im Bau zu warm, der gute Sand lag leider in der Sonne. Nach einer längeren Trinkpause und einer erfrischenden Dusche haben wir ein paar schöne Strandbilder gemacht und sind danach zur Schaukel, wo wir mit einer Familie gequatscht haben und die Kinder zusammen spielen konnten. Der Sonnenuntergang lag dieses Mal in den Wolken.
Zu Abend waren wir gemeinsam mit der Familie beim Funny Guy und unsere Kinder haben ihr Spiel fortgesetzt.
Beim Strandspaziergang zur Hütte haben wir fluoreszierendes Plankton gesehen (denken wir jedenfalls).
Freitag, 28. April 2023, Koh Phangan – The Waterfall
Schon wieder ist der „letzte Tag“ da. Hier kann man es durchaus länger aushalten, aber man bräuchte einen fahrbaren Untersatz, um sich mehr anzuschauen. Die Kinder wollen noch nicht weiterziehen, aber es kommen hoffentlich noch andere schöne Gegenden, trotzdem fällt es uns hier ganz besonders schwer, good bye zu sagen.
Die Pfannkuchen und der Joghurt gestern waren gut, darauf hatten wir heute nochmal Lust.
Es war teilweise bewölkt, ideal, um sich etwas zu bewegen. Wir hatten zwei mögliche Pläne, entweder mit dem Kajak zur nächsten Bucht zu fahren und auf die Halbinsel zu laufen, oder zum Wasserfall zu laufen.
Letztlich haben wir uns für Laufen entschieden, weil sich auch die Kinder bewegen und die Sonnenbrandgefahr auf dem Wasser trotz, oder gerade wegen der Wolken sehr hoch ist.
Der Wasserfall ist nur 2km entfernt und somit eigentlich keine große Herausforderung. Wie überall hier auf der Insel geht die Straße ständig steil bergauf und bergab, aber meistens bergauf ;-). Es gibt keinen Wanderweg, sondern man läuft auf der Straße. Das letzte Stück zum Wasserfall sieht dann eher aus wie ein Wanderweg, wahrscheinlich war da mal eine Straße. Kurz vor dem angepriesenen Wasserfall läuft man auf eine Hütte zu, wo jemand 20 Bath pro Person kassiert. Wir hatten nicht damit gerechnet und waren uns auch nicht so sicher, ob das ernst gemeint ist, aber wir haben dem Mann 20 (für uns alle) gezahlt und sind dann an den nicht vorhandenen Wasserfall gekraxelt.
Uns war schon bewusst, dass kaum Wasser fließt, aber es sind eher nur Felsen, und zwischendurch waren manche größere Becken mit Wasser gefüllt. Wasser in das man nicht fallen möchte! Stellenweise roch es und es lag zum Teil ein Ölfilm auf den Pfützen. Es ist möglich, den Wasserfall von einer anderen Seite zu erreichen, da würde man eventuell ein Rinnsal die Felsen heruntertröpfeln sehen, aber den Weg haben wir uns gespart. Die Umgebung war schön grün, wir haben ein paar nette Worte mit anderen Wasserfall-Aufsuchenden gewechselt und hatten Bewegung.
Kurz vor dem Strand liegt ein kleiner, sehr teurer, Supermarkt, in dem wir uns mit kalten Getränken eingedeckt haben. Die Kinder haben sich wahnsinnig gefreut, dass sie eine Zitronenlimonade einer bestimmten Marke trinken durften und haben sich am Strand ein schönes Fleckchen mit Aussicht gesucht, um ihr gekühltes Getränk feierlich zu schlürfen. Steffen wollte einfach nur die Kraxe abstellen und ich habe ihn begleitet. Wir haben uns die Getränke im dunklen und kühlen Bungalow einfach runtergekippt. Sogar Rio durfte ein wenig Limo (mit Wasser gemischt) haben.
Nachdem der Durst gelöscht war, ging es ins Wasser, welches nicht ganz so stark aufgeheitzt war. Wir waren sehr lange baden, weil unsere neugewonnenen Freunde dazukamen. Im Anschluss ging es unter die kalte Dusche und zum Lieblingsrestaurant.
Meru und Mali haben für die Lieblingsbedienung (Funny Guy, der kurz Tan heißt) Bilder gemalt. Beide haben sich sehr ausgibig verabschiedet. Meru hat 20 Meter weiter angefangen zu weinen, weil er seinen neuen Bruder (Tan) nicht zurück lassen möchte und er generell hier gerne bleiben will.
Samstag, 29. April 2023, Koh Phangan – UMZUG nach Thong Nai Pan Yai (Panburi Village)
Wiedereinmal müssen wir uns von Leuten, die wir schnell ins Herz geschlossen haben, verabschieden. Wir haben aber auch neue Freunde gefunden, die wir daheim wiedersehen werden.
Heute ziehen wir auf der Insel um und sind gespannt auf die Ostseite. Der Strand, der mir von der Linsenmama empfohlen wurde.
Zunächst gab es das vorerst letzte Frühstück beim Funny Guy. Der Abschied ist schwierig gewesen, aber nach großem Knuddeln und einem sehr ausgedehnten Frühstück mussten wir leider los.

Der Taxibus war überpünktlich, sehr freundlich und er hat uns sicher auf die andere Seite der Insel gefahren. Weil es keine Straße über den Norden gibt, muss man fast um die gesamte Insel fahren und ist ungefähr eine Stunde unterwegs. Wir haben unterwegs viel gesehen und finden die gesamte Insel schön. Es ist sehr hügelig und grün, es gibt keine Hotelburgen, dafür überall kleine Hütten und ab und zu teuerer aussehende Resorts. Allerdings halten diese sich noch in Grenzen. Nachdem wir durch Thong Sala gefahren sind, dort spielt sich das meiste Leben ab, wurde es nur noch grün und bergig. Die Aussicht war stellenweise sehr schön.
Man konnte die Bucht schon von oben sehen, der Strand sah schon von weitem schön aus.
Die Unterkunft liegt sehr schön im Grünen. Als unser Taxi anhielt, waren wir erstmal nicht so richtig begeistert. Wir haben an einer Baustelle gehalten. Es kamen aber gleich alle von der Baustelle herbeigeeilt und haben unser Gepäck abgeladen. Während wir zur Rezeption gelaufen sind, wurde das Gepäck schon am Zimmer abgestellt. Die Dame an der Rezeption sprach gutes Englisch und hat auch uns verstanden (viele Thais sprechen nur die Wörter, die sie zum „Verkauf“ bzw. ihren Job brauchen. Wir wurden jedenfalls nett begrüßt und haben eine kleine Einführung bekommen. Im Anschluss wurden wir zum Zimmer geführt. Zunächst ging es in die entgegengesetzte Richtung vom Strand, dann an der Baustelle vorbei, auf einen Weg, der fast aus dem Resort weg führt, einen steilen Berg hinauf und voilà, da waren wir.
Die Hütte ist sehr groß und hat eine tolle Terasse mit großer Schaukel und Hängematte, einer Aussendusche, Lounge und einen Schreibtisch mit Ausblick ins Grüne. Innen gibt es eine Art Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer und zwei Bäder. Es gibt auch eine Küchenzeile, ich frage mich aber, wo die Linsenmama ihr Dal kocht, einen Herd gibt es nämlich nicht.
Letztlich ist hier alles so liebevoll hergerichtet und schön, dass es okay ist, nicht direkt am Strand zu wohnen ;-). Hoffentlich hält sich das mit der Baustelle in Grenzen.
Der Strand und das zum Resort gehörige Restaurant sind phantastisch. Besonders mit Kindern ist es toll hier. Der Sand ist weiß, feinkörnig und es liegt nichts Pieksiges herum. Es gibt mehrere Schaukeln in den Bäumen, eine kleine Hängebrücke und jede Menge Sandspielzeug, ausserdem gibt es Schatten spendende Bäume und Liegestühle. Der Garten ist ebenfalls sehr hübsch.




Während Steffen und die Kinder die Schaukeln getestet haben, bin ich die Bucht abgelaufen und habe mich umgeschaut. Das Wasser ist schön klar und warm, aber man kann etwas weiter drinnen auch richtig schwimmen. Allerding sind mir am Strand mehrere blaue kleine Quallen aufgefallen. Die Fotorecherche hat ergeben, dass der „Blaue Knopf“ für Menschen nicht gefährlich ist. Glück gehabt.

Das Abendessen haben wir hier auf dem Strand genommen. Es ist sehr angenehm, wenn die Kinder einfach im Sand sitzen und spielen können. Die Abendstimmung ist eine andere, wir müssen noch ein paar Abende hier verbringen, um mehr sagen zu können. Bislang habe ich das Gefühl, wir sind noch weiter ab vom Schuss und es ist noch weniger los, auch wenn der Strand etwa doppelt so lang ist. Es wäre ganz nett, wenn man im Dorf Streetfood bekäme und es eine belebtere Ecke gäbe, aber danach sieht es hier nicht aus.
Jetzt ist es passiert, das Handy ist noch in der anderen Unterkunft. Wir hatten am Nachmittag schon mal gefragt, aber der Gärtner/Zimmerboy hat nichts gefunden. Es liegt aber noch da (wo auch immer genau), hoffentlich reichen die 25% Strom bis morgen, dann können wir es nochmal anrufen und es von den Freunden, die morgen noch da sind, suchen lassen. Jetzt ist es fast Mitternacht und wir müssen die Bildschirme ausschalten.
Sonntag, 30. April 2023, Koh Phangan – Thong Nai Pan Yai
Der Strom hat ausgereicht, mit den letzten 6% konnten die lieben Nachbarn das Handy orten und bergen. Es lag vor dem Bungalow auf der Treppe. Netterweise bringen sie das Telefon auch noch nach Thong Sala zum Pier, das ist für uns nur der halbe Weg. Wir haben den Tag über herumgefragt, ob jemand evtl. in die Stadt fährt, aber es hat sich nichts ergeben.
Frühstück ist hier inklusive, aber bis 11 Uhr muss man dort gewesen sein. Die Auswahl ist recht groß und wir haben alle was Unterschiedliches bestellt. Keinem hat es so richtig geschmeckt, entweder es schwamm in Öl, oder es war zu lange im Toaster/gebraten …. Morgen bestellen wir Thai, das können sie meistens gut kochen.

Es gibt hier nichts, was wir noch unbedingt unternehmen wollen und das Wegkommen ist immer mit Taxisuche und Verhandlungen verbunden, wir wüssten aber auch nicht wohin. Wir genießen die Vorzüge vom Resort und versuchen es mal mit Entspannung. Das bedeutet Spielplatz-Zeit und im Pool baden, ein paar Schritte über den Strand laufen und in die Ortschaft hinein, welche allerdings sehr klein ist.

Zu Abend wollten wir Streetfood im Dörfchen essen, aber die Foodcorner war nicht besetzt. Es gab ein paar Stände, die nicht besucht waren und die Bilder der Speisen waren schon ausgeblichen. Letztlich haben wir nur einen Tee getrunken und sind doch zurück zum Strand. Die Bar am Lagerfeuer sah am gemütlichsten aus und geschmeckt hat es auch.
Seltsamerweise waren wir nach dem Essen alle wieder total sandig. Die Kinder lieben die Aussendusche und danach ging es für die drei ins Bett.
Montag, 01. Mai 2023, Koh Phangan – Thong Nai Pan Yai
Das Thaifrühstück hat deutlich besser geschmeckt, allerdings ist es uns viel zu viel. Besonders die Kartoffel-Kürbissuppe und die Reissuppe waren gut.
Gestern haben Mali und Meru Geschwister in ihrem Alter kennengelernt, heute haben die Vier fast den ganzen Tag miteinander verbracht. Die Kinder sind herumgestreunert und haben sich zwischen den Hütten Geheimwege gesucht und Versteckfangen gespielt.
Steffen hat eine Fahrt für morgen organisiert, um sein Handy abzuholen, und ich habe Bademeisterin gespielt. Rio ist heute auf dem Spielplatz ganz alleine über eine Hängebrücke und danach über einen riesigen Felsen am Strand geklettert.
Es hat den ganzen Tag über in der Ferne gewittert, und man hat immer wieder Regenwolken gesehen, aber es hat sich alles nach Koh Samui verkrümelt, hier kamen nur am frühen Morgen ein paar Tropfen herunter.
Es gab nochmal in der gleichen Bar Abendessen. Heute war allerdings alles mit Luftballons geschmückt. Kurz nachdem wir uns hingesetzt hatten, wurden alle Lichter ausgeschaltet und ein kleines Feuerwerk ging los. Im Anschluss wurde Happy Birthday für den jetzt 9-jährigen Sohn der Barbetreiber, gesungen. Während wir gegessen haben, gab es eine coole Feuershow. Zum krönenden Abschluss gab es noch ein frittiertes Eis als Dessert.

Dienstag, 2. Mai 2023, Thong Nai Pan Yai
Gleich nach dem Frühstück sind Meru und Mali mit ihren neuen Freunden losgezogen und haben sich wunderbar alleine beschäftigt. Rio hat einen super Mittagsschlaf gehalten, derweile konnte ich schon ein paar Worte für eine Bewerbung zusammentragen. Gemeinsam am Strand spielen und Schwimmen gehen dürfen natürlich nicht fehlen. Rio ist besonders gerne auf ein Schwimmbrett geklettert und hat sich wild durchs Wasser ziehen lassen.

Es hat ausnahmsweise mal tatsächlich hier geregnet, nur kurz, aber man konnte nass werden. Wir waren gerade auf dem Rückweg vom „Cheap Market“ als wir die Regenfront auf uns zukommen sehen haben. Wir hatten noch Zeit, unter einen Baum zu flitzen. Meru hat sich ein Blatt genommen und es als Schirm benutzt und ist einfach weitergelaufen, um keine Minute Spielzeit zu verpassen. Es hat um uns herum gewittert, hier in der Bucht hat man nur die drückende Hitze gespürt.
Es gab noch ein Restaurant am Strand, welches wir ausprobieren wollten. Das Essen war ganz gut, aber die Bediensteten waren nicht so nett und freundlich wie wir es hier überall von den Thais gewohnt sind. Ein Minigewitter zog noch auf, bevor wir über den schönen Strand zurückgelaufen sind.
Mittwoch, 3. Mai 2023, Thong Nai Pan Yai
Der letzte Tag auf Koh Phangan verging sehr schnell. Meru hat heute länger an seiner Präsentation gearbeitet. Dafür hatte er ein großes Probe-Publikum und eine wunderschöne Aussicht auf den weißen Sandstrand. Die Gäste um uns herum sind jetzt bestens über Wirbelstürme informiert und haben Meru sehr gelobt. Zur Belohnung gab es einen Erdbeersmoothie und Extra-Spielzeit für den Abend. Die Kinder haben viel am Strand gespielt. Zwischenzeitlich waren wir auch im Meer baden, was so schön türkis ist. Meru hat mit ein paar Kindern Fußball gespielt, Mali und ich waren nochmal am Pool und haben uns sehr nett mit zwei Kindern aus Holland unterhalten. Rio ist nicht ganz fit und hat einen zweiten Mittagsschlaf gehalten.




Wir haben zwischenzeitlich ein wenig gepackt. Zu Abend waren wir hier am Strand essen, heute war der Grill aufgebaut und es war noch mehr geschmückt als sonst schon.
Man kann es gar nicht genug genießen, barfuß essen zu gehen und die Füße in den kühlen, weichen Sand einzugraben. Im Hintergrund hört man Kinder, die im Sand spielen (und sich vermutlich frisch geduscht wieder panieren), die Wellen plätschen auf den Strand, die Zikaden schrillen, die Lichter, die überall in den Bäumen für eine schöne Stimmung sorgen und die eigenen Kinder, die fröhlich mit ihren Freunden spielen. Der perfekte Abend wurde noch von einer Feuershow garniert.


Die Kinder mussten sich heute leider wieder von neu gewonnenen Freunden verabschieden. Über die 2 1/2 Tage sind die vier gut zusammengewachsen und haben sich nicht ein einziges Mal gestritten. Für die beiden Jungs geht die Reise nach Japan weiter, während wir Kurs auf Südafrika nehmen.
Fazit: Koh Phangan mit Kindern
Die Insel und die Strände sind so toll, dass wir auf das Herumreisen im Süden von Thailand verzichtet haben. Statdessen haben wir der Entspannung und dem Genuss mal den Vorzug gegeben.
Die Preise auf der Insel sind etwas teurer, vor allem Taxifahrten sind hier für Thailändische Verhältnisse teuer, trotzdem kann man noch ein wenig verhandeln.
Die Wassertemperaturen eignen sich zum Langzeitbaden und die seicht ins Wasser abfallenden Strände sind auch für Familien mit kleineren Kindern super geeignet.
Das Essen war hier überall gut, und es ist überall möglich, Reis, Kartoffel(brei) oder Nudeln zu bestellen. Die Fruchtshakes kann man sich je nach Geschmack zusammenstellen und die Eiswürfel haben wir auch an den Straßenständen vertragen.
Wir waren einige Tage in einer sehr einfachen Unterkunft direkt auf dem Strand und haben uns sehr wohl gefühlt. Abends kamen die Bewohner und Gäste zusammen und haben bei Musik und Lagerfeuer den Abend genossen. Die Bediensteten waren alle freundlich und haben mit den Kindern gespielt und sich mit den Gästen unterhalten, sodass man sich hier sehr willkommen gefühlt hat.
Die zweite Unterkunft auf der Ostseite war etwas gehobener. Der Service war super und die Bediensteten haben sich Mühe gegeben, die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Der tolle Strand lockt aber auch Touristen aus anderen Gegenden an. Direkt am Resort waren viele Spielsachen, Schaukeln, eine Hängebrücke und ein gutes Volleyballnetz, inklusive super Spielsand. Die Atmosphäre konnte unserem Gefühl nach nicht ganz mit der der Westseite mithalten. Für Kinder ist der Strand hier eventuell etwas schöner, und es gibt mehr Spielmöglichkeiten.
Beide Seiten waren sehr schön, wir haben jeweils nette Menschen kennengelernt und wollen gerne wiederkommen.

4. April 2023, Reisetag mit Zwischenstopp in Surat Thani
Morgens haben die Kinder nochmal mit ihren Freunden gefrühstückt und sich länger verabschiedet, bis wir wirklich weg mussten. Zum Einchecken für die Fähre ging es zunächst an das Büro des Fährunternehmens. Ungünstigerweise muss man von dort das Gepäck doch noch an den Hafen bringen. Es sind zwar nur 300 Meter, aber wir haben nicht genug Hände, um alles mit einem Mal wegzutragen. Ganz schlau war die Frau, die den Fahrer von uns heimgeschickt hat, anstatt uns die Tickets auszuhändigen und uns das letzte Stück noch mit dem Auto fahren zu lassen. Gegen ein Trinkgeld hat uns jemand anderes ganze 300 Meter gefahren (und wahrschinlich das Geschäft des Tages gemacht im Verhältnis zur Strecke).
Dieses Mal hatten wir die Schnellfähre, die war auch ein wenig moderner, und es roch nicht so arg nach Diesel. Es gab einen kurzen Stop in Koh Samui und dann ging es nach Surat Thani. Dachten wir. Der Hafen an dem wir angelegt haben war eher „in der Nähe“ und man musste in einen Bus umsteigen, der nochmal eine gute Stunde zum Bahnhof nach Surat Thani gefahren ist. Vom Bahnhof wiederum hatten wir leider nicht den Nachtzug, statdessen eine Busfahrt zu einer Unterkunft, bevor es den Tag darauf mit dem Flieger nach Bangkok geht. Wir wären sehr gerne mit dem Nachtzug gefahren, aber der war schon Wochen im Voraus ausgebucht. Wir wussten nicht, dass langes Wochenende aufgrund des Jahrestages der Krönung des Königs ist.



Die Unterkunft war, abgesehen von betonharten Betten, ganz gut. Das Personal war zu Scherzen aufgelegt und die Kinder hatten Nachmittags eine gute Zeit.


5. Mai 2023, Back to Bangkok
Extra früh ging es zum Flughafen, damit wir Zeit zum Frühstücken haben. Wir waren so früh, dass der Checkin-Schalter noch geschlossen hatte, und auf der Seite gab es nicht mal Tee.
Der Flughafen ist sehr klein und die Mitarbeiter waren alle etwas Banane. Wir durften z. B. keinen Gepäckwagen mit durch die Security nehmen, Die Gepäckwagenaufpasserin bat uns dann zu sich, um uns zu zeigen, dass wir das Gepäck vor ihr abstellen dürfen, damit wir es nicht tragen müssen. Sie kam aber nicht auf die Idee, uns auch durchzulassen, nein, wir mussten die Schlangenlinien entlang laufen und konnten das Zeug dann vom Boden auflesen. Durch die Security ging es dann ohne Probleme. Gleich danach gelangt man an den einzigen Stand mit ein paar Lebensmitteln und Tee. Genauer genommen gab es nur Süßkram und eingeschweißten Fisch als Mitbringsel. Wir haben dann einen Ceylon mit Milch bestellt. Bekommen haben wir heißes Wasser mit irgendeinem Pulver, was so süß war wie das Zuckerwasser, was man beim Bluttest in der Schwangerschaft trinken darf.
Ich habe mir erlaubt zu fragen, ob sie mir das Getränk gegen einen Teebeutel mit Wasser tauschen würde, denn genau das hatte ich ursprünglich bestellt. Hat sie erstmal nicht verstanden, dann habe ich ihr sehr geduldig und mit einem netten Lächeln erklärt, dass sie mir Mist verkauft hat und ich gerne einen einfachen Tee hätte. Ja, aber nur gegen 65 Bath und keinen weniger.
Gut gelaunt haben wir noch eine gute Stunde am Gate warten dürfen, bis es endlich in den Flieger ging.
Es stand nur eine Maschine auf dem Flughafengelände. Rio hatte Spaß zuzugucken, wie die Leute aussteigen und wie die Koffer hin und her transportiert werden. Apropos Koffer, der Taxifahrer hat unseren guten Kinderkoffer aus dem Kofferraum fallen lassen und beide Räder sind abgebrochen.


Der Flug war ansonsten gut, mit Thai Smile kann man fliegen.
Zurück in Bangkok. Hier kennen wir uns aus und wissen schon, wo der Taxistand ist. Unsere Unterkunft ist „nur“ ein Hostel, aber dafür ist die belebte Gegend fußläufig schnell erreichbar. Dieses Mal wohnen wir auf der richtigen Flusseite. Das Hostel ist in einer ruhigeren Nebenstraße, also kein Lärm.
Heute war Feiertag und auf den Straßen war überall was los. Rio musste erstmal schlafen, die beiden großen wollten was essen und trinken. Steffen ist beim Kleinen geblieben, und ich habe mit den Kids was zu Essen gesucht. Es war nicht schwer, wir sind ja in Bangkok. Die Wegbeschreibung hat uns, wie es oft in Asien ist, in eine winzige Gasse geführt, und es sah nicht nach einem guten Frühstücksrestaurant aus, eher nach rostigen verfallenen Buden. Zwei Ecken später, standen wir in einem Garten mit Brunnen und klimatisierten hübschen Pavillon. Bei 39 Grad Celsius im Schatten, war die Klimaanlage ausnahmsweise ein Traum.


Im Anschluss mussten wir auch Rio und Steffen satt bekommen und sind einfach drauf losgelaufen. Auch eine Runde TukTuk sind wir gefahren, Taxis und andere Fahrgelegenheiten sind um diese Uhrzeit kaum zu bekommen oder zu voll. Ziel war eine top bewertete Eisdiele. Wahrscheinlich eher, weil es so seltame Sorten gab, überaus gut fande es keiner von uns. Meru hatte Rüherei mit Speck als Sorte, nur um das einordnen zu können.



Mit einem eiskalten Tee in der Hand sind wir 2 km zum Pier gelaufen. Die Anlegestellen sind genaus gut versteckt, wie die guten Restaurants. Wenn man weiß, dass man durch die Verkaufsstände durchlaufen muss, um ans Pier zu gelangen, klappt das gut.
Die Bootsfahrt war super. Für alle zusammen haben wir gerade mal 63 Bath bezahlt. Besonders gut war der Zeitpunkt. Die Sonne ging gerade unter und die Gebäude waren schön beleuchtet, der Mond ging riesengroß auf und mit dem Fahrtwind war die Abendstimmung perfekt.










Mitten im Trubel haben wir uns was zu Essen gesucht. Zum Glück war es nicht mehr weit bis zum Hostel. Es war sehr spät, und alle mussten nochmal duschen, aber dafür waren die steinharten Betten egal.
Samstag 6. Mai, 2023, Bangkok, letzter Tag in Asien
In einem anderen dunklen Hinterhof, mit hippen Café gab es das erste Frühstück. Der Applecrumble sah auf dem Bild 5x größer aus, als der Bissen, den wir serviert bekommen haben. Es war aber sehr sehr lecker. Während wir gegessen haben, kam ein Typ rein und fragte ob wir uns an ihn erinnern. Im ersten Moment nicht so wirklich. Er meinte, wir haben uns im Mudra Café auf Bali gesehen, und er war so beeindruckt von den Kindern. Wir hatten uns damals nur gesehen, aber nicht gesprochen und Bali ist ja ein paar Tage her, verrückt. Das Mudra war nämlich auch eher abseits, aber ja, wir waren dort und so ein bisschen konnten wir uns erinnern. Wir haben uns auf jeden Fall sehr über die Begegnung gefreut und auch darüber, dass er extra auf uns zukam und uns so herzlich begrüßt hat.

Die Wettervorhersage hat heute noch ein Grad mehr vorhergesagt und es war schon am frühen Morgen furchtbar warm. Der Plan war, zu einem speziellen Spielplatz „Forest of Play“ zu fahren. Ein Tuktuk-Fahrer ist uns gefolgt und wollte uns unbedingt irgendwohin fahren. Wir haben schnell geschaut, was der Taxipreis wäre und haben ihm diesen genannt. Normalerweise kostet eine Tuktukfahrt mehr als ein Taxi, aber er hat zugestimmt. Nach einem Kilometer hielt der Fahrer an und sprach mit einem anderen Fahrer. Dieser erklärte ihm den Weg und meinte, wir sollen ihm ab und zu sagen, wenn der Fahrer abbiegen soll. Ahhh okay, darum hat er beim Preis ja gesagt. Ich glaube, der Fahrer kann nicht lesen, denn er hat das Navi zwar gesehen, aber konnte damit nichts anfangen. Mit „rechts, links“ und der Wegbeschreibung ging es aber. Wir haben ihm am Ende mehr gegeben, man denkt nicht unbedingt daran, dass es auch Leute gibt, die nicht lesen können.
Endlich am Spielplatz angekommen, hing ein Zettel an der Tür mit der Aufschrift: „in einer Stunde zurück“.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es ein Café, dort gab es das 2. Frühstück. Schon beim Eintreten haben wir die vielen hübschen Törtchen gesehen. Es gab eine riesige Auswahl an Gerichten und Geträken. Alles was wir bestellt haben, war unfassbar gut. Die Stunde haben wir wunderbar mit Schlemmen überbrückt.

Der Spielplatz kostet Eintritt, das wussten wir zwar, aber man hat unten noch nicht gesehen, was man für sein Geld bekommt. Es lohnt sich! Auf 2 Etagen können sich die Kinder austoben. Es waren große Räume, wie in einem Kindergarten, alle Spielsachen waren aus Holz (von einer Firma), aber so vielfältig und cool, dass sogar wir Erwachsenen gestaunt haben. Es gab verschiedene Geschicklichkeitsspiele, Kugelbahnen, Fahrzeuge, Rollenspiel-Material und viele phantasievolle Spielgeräte, sowie Puppenhäuser, eine ganze Stadt mit Zubehör, Musikinstrumente und vieles mehr.



Wir hatten eigentlich nur zwei Stunden gezahlt und sind dann doch länger geblieben. Entweder es hatte keiner einen Überblick oder sie haben es nicht so genau genommen. Irgendwann war der Durst sehr groß und die Kinder mussten sich von den Spielsachen losreißen.


Mit der Metro ging es zum MBK (eine große Shoppingmall). Es gibt nichts was es in der Mall nicht gibt. Eingedeckt mit Getränken sind wir zum Pier gelaufen, dieses Mal war es nur ein Steg, der wie eine Bushaltestelle aussieht, nachdem man sich durch die Kruschelläden und Bretterbuden durchgewurschtelt hat.
Das Wassertaxi fuhr richtig schnell und die Fahrt hätte gerne etwas länger sein dürfen, es ist auf jeden Fall eine gute Alternative zu allem, was auf der Straße fährt, da diese zeitweise völlig überfüllt ist.



Zu Fuß ging es am Royal Pavilion und dem Wat Ratchanatdaram vorbei und nochmal ins Getümmel der Khaosan Road. Obwohl Samstag ist, war es gar nicht voll auf der Straße. An mehreren Bars hing ein handgeschriebenes Schild „No Alkohol“. Irgendwann kam uns der Gedanke, dass ein spezieller Tag ist und der Verkauf von Alkohol generell untersagt ist. Heute ist Wahltag, darum wird kein Alkohol verkauft und es ist weniger los. Wir haben versucht, die letzten Bath auf dem Markt auszugeben und sind dann müde ins Bett gefallen. Eingeschlafen sind wir Erwachsenen erst weit nach Mitternacht und um fünf Uhr früh mussten wir schon wieder aufstehen.

Das Taxi stand fast pünktlich vor der Tür und hat uns schnell zum Flughafen gebracht. Zum Abschluss haben wir einen tief-roten Sonnenaufgang über den Dächern Bangkoks gesehen.
Es war so schön in Asien und einiges werden wir vermissen, die Hitze und die stickige Luft aber nicht. Für uns geht die Reise mit einem Direktflug weiter nach La Réunion.
Der Flughafen war sehr voll, aber Air Austral hat netterweise Familien mit kleinen Kindern bevorzugt behandelt und wir konnten schnell unser Gepäck loswerden. Auch bei der Sicherheitskontrolle, der Sitzplatzvergabe und der Einreise wurden Familien mit Kindern vorgelassen.




