Montag, 29. Juni 2026, Von Frankfurt nach Bangkok
Letzte Dinge einpacken – diesmal reisen wir nur mit leichtem Gepäck, jeder hat nur einen Rucksack dabei.
Dann die Fahrt zum Flughafen Frankfurt.

Bei der Abreise haben wir in einer ewigen Warteschlange für die Passkontrolle zwei nette Brasilianer kennengelernt, die ihre Tochter besucht haben und uns als Reisetipp Süd-Brasilien empfohlen haben.
Dienstag, 30. Juni 2026, Ankunft Bangkok
Ganz anders als in Deutschland, wurde man hier sofort mit Kindern in die Prio-Line gewiesen. Die Einreise ging schnell und problemlos. E-Visum vorab ausfüllen spart Zeit! Auf Gepäck mussten wir nicht warten und konnten uns direkt zum Taxistand begeben. Wir haben kurz darüber nachgedacht, mit den Öffis zu fahren, allerdings hätte das sehr viel länger gedauert. Duschen, Rucksäcke absetzen und ganz kurz ausruhen waren uns die paar Bath wert. Die Unterkunft mussten wir leider mit getrennten Zimmern buchen, weil es maximal 2 Betten mit einem Zustellbett gibt, das hatten wir aber beim Buchen gesehen und fanden die Lage so praktisch, dass wir das in Kauf nahmen.
Wir sind happy mit den Zimmern, es ist sauber und es gibt eine Dachterrasse mit schöner Aussicht (je nachdem, in welche Richtung man schaut natürlich) und es gibt sogar einen kleinen Pool zum Erfrischen. Die Kinder hat nichts mehr gehalten und es ging erstmal ins Wasser. Da wir noch völlig aus der Zeit sind, war der Plan, wach zu bleiben, bis es spät genug ist, schlafen zu gehen. Wir haben uns auf die Suche nach kühlen Getränken gemacht und waren auch „frühstücken“, weil es im Flugzeug nicht so die Krönung war. Um genau zu sein, gab es säuerliche Pilze mit Kartoffelpüree, ein süßes trockenes Brötchen, welches man mit Marmelade genießbar machen konnte und einen Joghurt (der war okay, aber klein). Man fliegt ja nicht wegen der ausgezeichneten Flugzeugküche.
Normalerweise haben uns die Temperaturen hier immer erschlagen, dieses Mal war es geradezu angenehm 😊. Zu Hause hatten wir die letzten 10 Tage zwischen 37 und 40 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit ist hier zwar höher, aber es war doch spürbar angenehmer.
Essen gehen egal wann easy und „Babys“ königliche Behandlung 😊
Wir sind relativ früh schlafen gegangen, allerdings wurden wir nach ca. 2 Stunden wieder wach, weil der Jüngste Hunger hatte. Ich habe es noch eine Weile versucht mit Geschichten erzählen und wieder Einschlafen, aber dann hatte ich auch Hunger. Nach einem Blick auf die Uhr sind wir auch noch gar nicht weit gekommen. Es war erst 23:40. Wir sind mehr oder weniger im Schlafanzug auf die andere Straßenseite und haben im Supermarkt eine kleine Hot Cup Suppe, Joghurt und ein paar Getränke gekauft. Nach dem Essen wurde der Kleine aber richtig munter und auch die Gr0ße wurde wach. Die nächsten 2 Stunden haben wir versucht, wieder einzuschlafen, bei Straßenlärm und klebriger Wärme.

Mittwoch, 01. Juli 2026, Bangkok
Als der Wecker um 7 Uhr ging, waren wir noch recht müde, um 8:30 waren wir aber verabredet. Ausnahmsweise haben wir hier in der Unterkunft gefrühstückt, sonst hätten wir es zeitlich nicht mehr rechtzeitig geschafft. Überpünktlich hat uns der Fahrer für den Floating Market abgeholt. Wie versprochen mit einem 7-Sitzer, sodass sich alle anschnallen konnten. Die Fahrt zum schwimmenden Markt (Damnoen Saduak Floating Market) hat etwas mehr als eine Stunde gedauert.
Jede Familie bekommt ein kleines Boot zugewiesen und dann geht es in den Kanälen zu einem Marktstand nach dem anderen. Am besten man nimmt genug Bargeld für die Bootstour mit, sonst muss man für die Kartenzahlung nochmal einiges drauflegen.
Im Prinzip konnte man an allen Ständen die gleichen Souvenirs kaufen und man hat sich schlecht gefühlt, jedem eine Absage zu erteilen. Wir hatten es uns eher wie auf den Fotos vorgestellt, dass man hauptsächlich Obst und Gemüse kaufen kann. Das hatten wir auch vor. Erstmal gab es aber überall die Schlüsselanhänger, Taschen, Hüte, Flaschenöffner, T-Shirts oder schöne Gemälde. Zwischendurch gab es auch kleine Restaurants oder Stände mit Getränken und Eis. Wir sind keine guten Kunden. So ein Gemälde oder eine schön bemalte Fliese passt leider nicht so gut ins Handgepäck. Nach einer Weile kamen wir aber doch bei dem Markt an, wo man exotische Früchte wie Rambutan, Mangostane (Mangosteen) und allerlei anders kaufen konnte. Das haben wir auch brav gemacht. Ich glaube, unser Bootsfahrer hat den Händlern schon vorher zugerufen, dass sie es bei uns nicht versuchen müssen. Zwischendurch haben wir auch an zwei Tempeln angehalten und konnten uns umsehen. Während der Fahrt haben wir Warane gesehen, die fanden wir spannend. Auch die Häuser an den Kanälen sahen schön aus (manche jedenfalls). Etwas befremdlich waren die Tiere, wie Primaten und Pythons die ebenfalls bei manchen Händlern gehalten wurden, um sich damit fotografieren zu lassen. Wir haben die Fahrt trotzdem genossen, die Kinder besonders den Teil, in dem der Fahrer Vollgas gegeben und für uns die Wellen mitgenommen hat.
Auf dem Fluss war es mit dem Fahrtwind auch gar nicht so warm. Nachdem wir zurück waren, wurden wir noch ein letztes Mal gefragt, ob wir nicht doch eine Fliese mit einem Foto von uns kaufen wollen und haben nochmal mit einem freundlichen Lächeln abgelehnt. Es ging ein paar Minuten weiter zum
Maeklong Railway Market (Talat Rom Hoop). Wir hatten noch eine Stunde Zeit bevor der Zug kommen sollte. Die Marktstände überdachen die Schienen fast durchgehend, sodass man immer im Schatten laufen kann. Der Markt ist nicht allzu lang und man kann in ca. 30 Minuten bis zur Endstation laufen. Hier und da haben wir angehalten, die Kinder haben Squishis geschenkt bekommen. Absolut jeder ruft einem zu und man möchte natürlich nicht unhöflich sein, auf Dauer war es aber anstrengend. Es war zum Glück nicht mit Touristen überfüllt und man konnte sich einen guten Platz zum Gucken aussuchen. Leider hatte der Zug 30 Minuten Verspätung und wir ein quengelndes Kind (es war sehr warm und der Kleine hatte wenig Schlaf). Wir haben uns den Markt noch bis zum letzten Stand angeschaut, und als wir eine größere Reisegruppe anmarschieren gesehen haben, sind wir schnell umgekehrt und haben im Schatten an den Gleisen gewartet und gewartet. Einer Lautsprecherdurchsage war zu entnehmen, dass an sich hinter die rote Linie begeben soll, den Zug nicht anfassen darf und auch sonst keinen Unfug machen soll. Nach weiteren 5 Minuten hat man dann die Hupe gehört und auch einige Leute gesehen die gleich auf die Gleise gesprungen sind, um ein „tolles“ Selfi zu machen. Uns hat es so die Möglichkeit gegeben ganz genau zuzuschauen 😊. Der Zauber war für das lange Warten schnell vorbei, aber den kleineren Kindern hat es gut gefallen.
An den Ständen konnte man auch Fisch und Durian (Stinkefrucht) kaufen, sodass es an dem einen oder anderen Abschnitt ganz schön stark roch. Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck haben wir uns auf den Heimweg nach Bangkok gemacht. Die Stadt ist wahnsinnig groß, und es gibt so viele verschiedene Ecken und so viel zu sehen. Auch wenn wir schon ein paar Mal in Bangkok waren, haben wir bislang immer was anderes unternommen und gesehen. Die beiden Märkte sind durchaus etwas Besonderes und der Ausflug lohnt sich. Insgesamt waren wir 8 Stunden unterwegs. Den Fahrer hatten wir übrigens am Vorabend an der Straße getroffen. Der Fahrer war so nett und hat auch ein Angebot gemacht, was unter allen anderen lag UND hatte einen 7 Sitzer 😉. Er hat alle Versprechen gehalten, und auch wenn uns am Ende sein Onkel gefahren hat, hatten wir einen super Ausflug mit einigen Zusatzinformationen.
Am späten Nachmittag waren wir eigentlich völlig k.o., aber die Kinder wollten unbedingt in den Pool. Ich bin also mit ihnen nochmal auf das Dach mit der schönen Aussicht und war schwimmen, bis wir ungefähr 10 Minuten später wegen eines kleinen Gewitters aus dem Wasser sind.
Um uns dem Tagesrhythmus besser anzupassen haben wir noch bis 19 Uhr gewartet und sind dann raus, um uns was zu essen zu suchen. Die Kinder sind zielstrebig zu dem Obststand, wo wir auch schon gestern Smoothies hatten, und sind danach auch zum selben Restaurant gelaufen. Mama und Papa wollten eigentlich was anderes ausprobieren, aber es hatte wieder angefangen zu regnen und man konnte draußen trocken sitzen und die schönen Lichter, Dekoration und das Markttreiben genießen. Leider war heute eine andere Crew zur Bedienung da als gestern. Das Essen war okay, aber nicht besonders gut, letztlich haben wir trotzdem dort gegessen, zumindest als dann auch ganz am Ende noch die bestellte Portion „Nudeln ohne alles“ kam. Nach dem Essen sind wir noch etwas geschlendert und Richtung Kao San Road gelaufen, das war dann doch eine Nummer zu extrem. Der arme Kleine wurde ständig angegrabbelt und gerufen, die Musik war irre laut und jeder zweit Shop hatte Cannabisprodukte im Angebot bzw. es wurde auch kräftig konsumiert. Wir haben deshalb ganz schnell die kleine Verbindungsgasse aufgesucht und sind doch wieder in dieselbe Richtung, wo wir herkamen, gelaufen. Es hat außerdem wieder kräftiger geregnet, sodass wir zurück zur Unterkunft gerannt sind. Es war ein langer Tag, alle sind hoffentlich müde genug um heute durchzuschlafen.








Donnerstag, 02. Juli 2026, Bangkok
Der Tag fing mit Schwimmen an, damit wir den Pool ohne Regen genießen können. Im Anschluss ging es mit der Fähre zum ICONSIAM. Von der Dachterrasse hat man eine super Aussicht auf die Skyline. Im obersten Stockwerk ist auch der Laden der Träume unserer Tochter. Sie hat sich seit Monaten auf einen Besuch im größten Pop Mart Store der Welt gefreut. Glücklich und zufrieden (mit einem Labubu-Überraschungspäckchen wurde die Schachtel feierlich auf der Dachterrasse geöffnet. Zum Glück war es die richtige Farbe 😊. Das Wetter wurde zusehends schlechter, der Plan noch ins Science-Center zu fahren, wurde gestrichen. Stattdessen haben die Kinder das Haburland entdeckt und haben sich dort 2 ½ Stunden ausgetobt. Mali hat ein Mädchen aus Manila kennengelernt und ist mit ihr toben gewesen, ich war mit dem Kleinen unterwegs und der Große war im Sprungpark. Im „Keller“ der Mall ist der Foodcourt, heute hat jeder das gegessen wonach ihm war. Manche waren sehr mutig, ich traue mich kaum zu schreiben was der Große gegessen hat („Dancing-Shrimp Salad“) war eindeutig das Spektakulärste, neben dem „Mont Blanc“- Nachtisch (Eis, mit verschiedenen Füllungen in der Waffel, einer Kugel Eis und einem Matcha-Spaghetti-Topping). Zufällig haben wir die Wassershow vor der Tür gesehen und einen wunderschönen Abschluss des Tages gehabt. Die Rückfahrt haben wir mit einem TukTuk gemacht, das ist teurer als ein Taxi, aber es war ein riesen Wunsch vom Kleinsten. Es hat immer noch in Strömen geregnet und der TukTuk Fahrer hatte heute keine Lust auf seinen Job, wahrscheinlich auch nicht auf sein Leben – wir sind mehrfach gegen sämtliche Verkehrsregeln, die es hier durchaus gibt, gefahren. Wir sind gut angekommen und wären, wenn die Fähren noch gefahren wären, auch viel lieber genauso heimgefahren.






