Sonntag, 12.07.2026, Lombok
Transfer nach Lombok
Der Morgen fing super an. Ich habe mir den Wecker für den Sonnenaufgang gestellt, wurde aber zum Glück schon 20 Minuten früher wach. Von unserem Bambushütten-Schloss hatte ich eine super Aussicht. Überhaupt hatten wir nur ein Dach, alles andere war offen, sodass man auch aus dem Bett die Vögel, Fledermäuse und die gegenüberliegende Insel (zumindest den Berg) beobachten konnte. Der Ort ist eigentlich zu schön, um zu schlafen, aber 2 Stündchen habe ich mich nochmal hingelegt. Die Kinder wollte auch nicht aus ihrem Hobbit-Zimmer (hier gab es auch eine Terrasse mit guter Aussicht). Unsere Sachen waren schnell gepackt, sodass wir uns beim Frühstück Zeit lassen konnten. Mit dem jungen Mann, der hier für alles sorgt, haben wir uns nochmal länger unterhalten. Er wusste sehr viel über den Bau der Anlage und die Gegend. Er hat eine sehr spirituelle Ader, die er bei der Beschreibung des Gebäudes und der Umgebung eingebracht hat. Die Unterhaltung war jedenfalls sehr besonders (im positiven Sinne). Für ihn hat die Arbeit dort den Vorteil, dass er verschiedene Kulturen, Menschen und Sprachen kennenlernen kann, ohne weit reisen zu müssen.



Wir wurden wieder zur gelben Brücke gefahren, dort liegt auch der Hafen. Es war noch Zeit, bis unsere Fähre losfuhr. Rio und ich haben den Leuten am Hafen zugeschaut. Es wurden Baumaterialien in einfachen Booten übergesetzt, dann auf die „Taxis“ verladen und in die Hügel gefahren. Die Männer haben dann für uns ein „Wett-Stapeln“ begonnen. Wer kann die meisten Steine auf einmal tragen. Rio durfte auch Steine tragen. Wir hätten auch auf ihrem Boot eine Runde mitfahren können, leider wusste ich nicht, ob wir genug Zeit dafür haben. Es wäre bestimmt lustig gewesen. Generell sind die Leute hier sehr gut gelaunt und machen viele Späßchen – auch untereinander. Während ich versucht habe, mich mit den Männern zu verständigen (entweder ist mein Indonesisch nicht gut genug, oder mein Englisch zu lustig – oder beides), habe ich gesehen auf welche Nussschale unsere Rucksäcke geladen werden. Insgeheim habe ich noch gehofft, dass wir eventuell mit einer anderen Fähre fahren und nur das Gepäck mit der Nussschale reisen darf. Mit uns sind noch 20 weitere Gäste eingestiegen. Weil das Wasser hier sehr flach war (es war gerade Ebbe) dachte ich, wir legen mit dem kleinen Boot gleich weiter draußen an einem größeren an und fahren dann weiter. Es ging mit dem Bötchen bis nach Nusa Penida (es war nur eine halbe Stunde) aber die letzten Meter auf dem offenen Meer fand ich schon etwas gewagt. Auf Nusa Penida wurden wir dann Richtung Office geleitet, dort gab es Fahrkarten und dann hieß es erstmal in der Sonne brutzeln, bis die Fähre da ist. Plötzlich sollten wir uns beeilen und über den Steg laufen – um dort wieder in der Sonne zu stehen. Wir sollten unsere Rücksäcke zum Schluss einladen, weil wir als erstes die Fähre verlassen würden. Somit blieben dann nur ein paar Sitzplätze direkt an der Klimaanlage für uns. Es war sehr eng, eiskalt und es stank furchtbar nach Diesel. Die Fahrt dauerte viel länger als angegeben, noch dazu stellte sich heraus, dass wir nach Senggigi erstmal auf die Gili-Inseln fahren, bevor wir beim letzten Stopp auf Lombok von der Fähre dürfen. Irgendwann hatten wir wenigstens etwas mehr Platz. Leider haben wir erst ganz am Ende super Sitzplätze oben entdeckt. Die Sonne ging langsam unter, dass wir im Hellen ankommen würden, war unrealistisch. Man hat uns angesprochen, ob wir einen Fahrer hätten, der Typ wollte uns unbedingt seinen Kumpel andrehen, weil es am Hafen bei Dunkelheit keine Taxis mehr gäbe. Uns blieb nichts anderes übrig, bzw. wir wollten es nicht darauf ankommen lassen und haben zugesagt. Um es vorweg zu nehmen, der Preis war fair, der Fahrer super und Syam wurde auch für unsere Ausflüge hier auf Lombok unser Fahrer 😊. Das Anlegen wurde nochmal sehr abenteuerlich. Aus irgendeinem Grund haben wir nicht am Steg angelegt, sondern an einer anderen Fähre und mussten bei Wellen irgendwie über die Reling klettern, dann auf der Fensterbank der anderen Fähre entlanghangeln, bis zur Luke, dort hineinklettern und dann erst von Bord gehen. Bei der wackeligen Aktion hatten wir auch die Rucksäcke auf dem Rücken und die Kinder an der Hand. Mali wurde Huckepack rübergebracht, Meru hat es alleine geschafft und Rio wurde von Boot zu Boot gereicht, dabei hat er blöderweise einen Schuh verloren. Auf den letzten Metern haben wir noch im Supermarkt angehalten und 2 Dosen Milch besorgt, damit wir notfalls für den Instantkaffee etwas Milch haben. Die Unterkunft ist im Dunkeln ganz hübsch, besonders das Restaurant sah sehr einladend aus. Sitzen wollte eigentlich niemand von uns, aber hungrig waren wir durchaus. Es ging mir schon deutlich besser nachdem ich geduscht hatte. Für Rio haben wir noch ein Bett aus der Gartenliege gebaut, da es hier nur 2-Bett Zimmer gibt. Das Häuschen kann zwar nicht mit der letzten Unterkunft mithalten, aber es ist eine sehr schöne Hütte und um uns herum ist ein schöner Garten.







Montag, 13.07.2026, Lombok
Für heute war nichts geplant, abgesehen davon, die weiteren Tage zu planen. Bei Tageslicht sieht es hier noch viel schöner aus, als man sich vorstellen konnte. Es gab ein kleines Frühstück – auch wenn die Bestellung etwas in die Hose ging, wir hatten am Ende alle etwas im Bauch 😉. Die Kinder sind in den Pool gesprungen und haben sich ausgetobt, während wir ein wenig planen konnten. Unser Guide und Fahrer Syam hat uns verschiedene Optionen geschickt, was man hier alles machen kann. Es bietet sich endlich die Möglichkeit, Walhaie zu sehen. Das stand eigentlich gar nicht für diese Reise auf unserem Plan, aber da es schon mehrmals nicht geklappt hat, werden wir das machen. Dazu müssen wir allerdings nochmal eine Insel weiterreisen.
Nachdem wir es geschafft hatten, die Kinder aus dem Wasser zu bekommen, wollten wir hier an den Strand gehen und schwimmen oder wenigstens eine schöne Burg bauen. Der Weg war zwar nicht weit, aber ein blöder Hund, der uns angebellt hat und auf uns zulief, hat uns erstmal den Weg versperrt. Wir haben auf einen Motoroller gewartet und ihn angehalten. Der Mann hat uns netterweise die 50 Meter begleitet, vom Hund war in dem Moment nichts zu sehen. Kaum war der Roller weg kam uns das blöde Vieh hinterhergelaufen. Wir hatten nur noch 200 Meter bis zum Strand. Am Strand angekommen waren noch mehr Hunde zu sehen, allerdings lagen die eher faul herum oder haben sich zumindest nicht für uns interessiert. Den anderen Hund haben wir irgendwann abgehängt. Der Strand war relativ gut bewertet, aber um uns herum war unfassbar viel Müll und ich wollte da keinen Fuß ins Wasser setzen. Rio war besonders enttäuscht, weil er schon seit Wochen darauf wartet, schnorcheln zu gehen und Schildkröten zu sehen.
Wir sind an netten Menschen vorbeigekommen die uns gewunken haben, viele Kinder kamen zu uns und haben High Fives abgeholt und ein paar Jungs haben versucht, sich auf Englisch mit uns zu unterhalten, sie wollten wissen, für welche Fußballmannschaft wir sind – sie halten den Franzosen die Daumen. Um wenigstens ein paar mehr Schritte zu machen, sind wir den Strand möglichst weit abgelaufen. Der schwarze Sand hat das Gefühl von Hitze verstärkt, zudem war um uns herum sehr viel Müll und immer wieder Hunde. An einem Warung haben wir die Gelegenheit genutzt, auf eine größere Straße abzubiegen und zu einem Supermarkt zu gehen. Es gab kalte Getränke, Eis und echte H-Milch 😊. Glücklich mit unserem Einkauf sind wir an der Straße „heimwärts“ gelaufen. Um nicht nochmal an dem Hund vorbei zu müssen, haben wir an der Marina einen anderen Feldweg genommen. An der Straße angekommen standen wir vor einem geschlossenen Zaun. Hätte uns der Typ an der Marina ja mal sagen können. Zurück wollte niemand, es war auch niemand in Sichtweite, den es hätte stören können, dass wir über den Zaun klettern. Ein paar Meter weiter waren wir zurück an der Unterkunft. Die Kinder haben für ihre Grandma ein Geburtstags-Blumen-Bild gelegt und uns gefragt, warum wir nicht hier im Garten geblieben sind. Der Sonnenuntergang sah wunderschön aus.












Dienstag, 14.07.2026, Lombok
Die ersten Wasserschildkröten
Wir haben früh morgens den Kaffee runtergestürzt, den Kindern Toastbrote geschmiert und dann ging es mit unserem Fahrer los zum kleinen Hafen. Von dort sind wir mit einem Glasbodenboot an die Küste von Gili Travangan gefahren. Die Kinder mussten sich erstmal an das Equipment gewöhnen, und der erste Schnorchel-Gang war noch etwas unbeholfen. Nach ein paar Minuten hatten wir aber raus, dass die Kinder ohne Flossen schwimmen, der Kleine nur die Chlorbrille nimmt und die Kinder die Schwimmweste nicht anziehen, sondern sich nur darauflegen, und wir sie an der Hand mitnehmen. Es gab einige kleinere bunte Fische zu sehen und Korallen, meist geblichene, aber ein paar wenige in Gelb konnten wir auch finden. Es waren verschiedene Draht-Gestelle unter Wasser verankert, um daran Korallen zur Aufzucht zu befestigen, unter anderem zwei Fahrräder und ein Motorroller. Wir haben das zur Orientierung genutzt. Es gab auch einige blau-gelbe Fische, das war für den Spot das Schönste. Im Anschluss sind wir Richtung Gili Meno gefahren, wo wir viel professioneller ins Wasser geplumpst sind als vorher 😊. Wir haben einige Schildkröten sehen können. Besonders schön war es, wenn die Schildkröten zur Oberfläche geschwommen sind. Es kam kurz darauf ein weiteres Boot, allerdings mit 20 Leuten darauf, die haben sich nicht so vorbildlich verhalten. Es gab zwei junge Frauen, die ständig laut geschrien haben, sobald sie von irgendwem berührt wurden. Bis zu dem Zeitpunkt hatte auch der Kleinste die Schildkröten angeschaut, nach dem Theater der Frauen war er verunsichert und hat sich nur von uns durchs Wasser ziehen lassen. Die Truppe hat außerdem mit den Flossen das Wasser ganz schön aufgewirbelt, zum Glück kam deren „Guide“ nach nicht allzu langer Zeit und hat aufgerufen, noch schnell ein Foto zu machen und dann zurück ins Boot zu steigen.
Die beiden großen konnten gar nicht genug bekommen und haben die Zeit voll ausgekostet, bis ihnen kalt wurde. Ein wunderschönes Erlebnis, ganz besonders der Kleinste hatte sich das gewünscht. Wir sind die Küste ein wenig entlang gefahren, wo wir dann an einem wunderschönen Strand angelegt haben. Hier ist die Schildkröten-Aufzuchtstation. Man kann die Schildkröten in verschiedenen Stadien beobachten (sie sind nach Alter in verschiedenen Becken). Es gab einen Warung mit super leckerem Essen und kühlen Getränken. Nachdem wir was getrunken hatten, sind wir den Strand entlanggelaufen, bis es nicht mehr weiter ging. Am Strand lagen sehr schöne Muscheln und sehr viele (auch schöne) Korallen, leider lag dazwischen auch einiges an Müll herum. Obwohl man anderes liest, man bekommt hier überall Strohhalme zu seinen Getränken, Plastiktüten zu jedem Einkauf und generell ist alles in Plastik verpackt. Dazu kommt, dass wir den „aufgeräumten“ Strand gesehen haben. Der weiße Sand und das türkise Wasser sind traumhaft schön, hier wären wir auch noch länger geblieben. Die Sonne scheint allerdings ohne Erbarmen, viel Schatten gab es nicht. An diesem Strandabschnitt war sehr wenig los, ab und zu kam mal ein Boot mit ein paar Leuten, es hat sich aber gut verteilt, die meisten Boote sind vorbeigefahren. Wir waren hin und her gerissen, was wir noch machen bzw. sehen wollten. Einerseits wollten wir uns Gili Air anschauen, andererseits wäre nochmal Schnorcheln schön und die Kinder hatten Lust an dem weißen Strand zu toben. Wir haben den Guide gefragt, wie lange wir noch Zeit hätten, und er meinte nur 1 Stunde. Das hat uns überrascht, weil wir mit unserem Fahrer 16 Uhr am Hafen vereinbart hatten. Somit haben wir beschlossen, die Insel zu verlassen und nochmal zu schnorcheln, wenn möglich mit Schildkröte. Der Guide hatte irgendwie keine große Lust auf Gili Air, aber er hat uns dann doch in die Richtung gefahren. Es war nur ein weiteres Boot in der Nähe mit 5 Personen, sodass wir ein riesiges Gebiet für uns alleine hatten. Der letzte Spot war richtig schön. Wir haben bunte Korallen gesehen, besonders die blauen waren schön. Überhaupt haben wir hier sehr viele Korallen gesehen, die noch Farbe hatten. Es gab auch viele verschiedene Fische in allen Farben und Formen. Der Guide hat uns sogar eine Schildkröte gesucht. Diese Schildkröte hatten wir für uns alleine😊. Hier waren wir am längsten im Wasser, es gab auch das Meiste zu sehen. Der Große war noch eine Extrarunde im Wasser, wir haben ihn mit dem Boot begleitet.
Inzwischen hat der „Boss“ angerufen (unser Fahrer) und dem Guide gesagt, dass wir tatsächlich bis 16 Uhr Zeit haben, somit wurden wir doch noch an Land gebracht. Der Kleine ist eingeschlafen und der Große ist am Strand geblieben und hat auf ihn aufgepasst (der Guide ist auch am Boot geblieben). Wir haben uns die Füße etwas vertreten und haben ein paar Schritte auf der Insel gemacht. Es hat uns sofort gefallen. Besonders angenehm ist, dass hier keine Motorroller oder Autos erlaubt sind. Es gibt durchaus E-Roller – und darauf habe ich einen Knirps von ca. 8 Jahren mit noch kleinerem Knirps gesehen :-/. Es fahren auch Bauern mit ihrer Kutsche durch die Gasse. Wie lange wir auf der Insel Zeit hatten, wussten wir nicht genau, weil wir es aber nicht übertreiben wollten, haben wir den Ausflug kurzgehalten. Im Supermarkt haben wir noch Eis für alle besorgt und dann ging es langsam heimwärts. Überwältigt von den Eindrücken und Erlebnissen (schon wieder) 😊 sind wir müde in das Auto gestiegen, das schon für uns bereitstand. Auf dem Rückweg hat der Fahrer für uns auch noch eine Wäscherei gesucht und unsere Wäsche für uns dort abgegeben.

Mittwoch, 15.07.2026, Lombok
Unser Tag startete mit einem Besuch auf dem Local Market. Die Kinder haben gleich am Eingang Tomaten und Chilis geschenkt bekommen. Fische und Fleisch lag ungekühlt auf den Tischen, direkt neben den Katzen und Hunden (die das nicht angerührt haben). Wir haben tatsächlich was Nützliches gekauft (Haargummies) und eine traditionelle Süßigkeit, Tamarind, welche von der Konsistenz an geschmolzene Gummibärchen erinnert. Das ist geschmacklich schwierig zu beschreiben, süß-säuerlich. Abgerundet haben die Kinder den Besuch mit Popcorn. Im Anschluss haben wir Reisfelder angeschaut. Einiges war schon geerntet, die schönen Terrassen, die man auf Postkarten sieht, haben wir danach aus der Ferne gesehen. Es ging zum Vulkan Rinjani, wo wir zu zwei Wasserfällen gewandert sind. Vorher haben wir die schöne Aussicht genossen und etwas Kühles getrunken. Normalerweise nimmt man sich einen local Guide, aber der Weg ist super ausgeschildert, abgesehen davon, dass es nur den einen Weg gibt. Etwas unheimlicher waren die aggressiven Affen, die am 1. Wasserfall darauf warten, dass die Touristen etwas zu essen auspacken. Es waren so viele Leute unterwegs, dass wir uns immer zwischen anderen Leuten aufgehalten haben – ohne Affen-Zwischenfall. Der 2. Wasserfall war etwas größer und schöner zum Baden. Es waren einige Leute dort, sodass man sogar anstehen musste, wenn man direkt unter dem Wasserfall ein Bild hätte machen wollen. Auf dem Rückweg haben wir uns wieder an eine kleine Gruppe gehängt. Wenn man möchte, könnte man einen Teil der Strecke mit Reifen den Fluss runterfahren (ist bestimmt ein cooles Erlebnis, ein Teil der Strecke geht durch einen dunklen Tunnel – man hat eine Stirnlampe auf – ich fand allerdings nicht, dass es sehr vertrauenserweckend aussah). Nach dem Ausflug haben wir nochmal in dem Restaurant mit der schönen Aussicht etwas getrunken, bevor wir noch ein traditionelles Dorf besichtigt haben. Es gibt auf Lombok insgesamt drei dieser traditionellen Dörfer, wobei das am Rinjani, wo wir waren, am wenigsten touristisch ist und noch am ursprünglichsten. Es leben ca. 100 Leute in dem Dorf, man wird entweder hineingeboren oder heiratet ein. Am Eingang bekommt man einen langen Rock und einen „Guide“ bzw. eine GuideIN 😉 das ist nämlich eher der Job der Frauen, während die Männer auf dem Land arbeiten. Wir hatten eine sehr liebe Frau, die uns alles erklärt und gezeigt hat. Wir durften in ihr eigenes Haus schauen (es gab ein Bücherregal- mit Harry Potter Teil I und II 😊), eine Mini Kochstelle, zwei Betten und ein Teppich, worauf einige Bewohner zusammen schlafen. Es wird Vanille und Kaffee angebaut und auch verkauft, außerdem werden noch weitere selbstgemachte Produkte verkauft. Alleine vom Tourismus kann man nicht leben, die Führungen beruhen auf Spenden. Uns hat es sehr gut gefallen, die Kinder haben auch sehr viel gefragt und durften alles (aus-) probieren wie z. B. Vanilleschoten und Kakaobohnen. Groß ist das Dörfchen nicht, dafür haben wir uns recht lange dort aufgehalten. Mittlerweile war es Nachmittag, und wir haben schon wieder so unfassbar viel gesehen. Auf dem Rückweg haben wir noch die Wäsche von der Express-Laundry abgeholt. Hier gäbe es aber auch den Service, dass die Wäsche an der Haustür abgeholt und gewaschen und gebügelt wieder zurückgebracht wird. Könnte man sich glatt dran gewöhnen. Für uns lag es auf dem Weg, somit haben wir das nicht in Anspruch genommen.
Zur Krönung des Tages gab es einen schönen Sonnenuntergang.

Donnerstag, 16.07.2026, Lombok
Lazy Day & Sonnenuntergang und Dinner
Heute war mal Ruhetag angesagt. Die Kinder haben gespielt und wir haben ein wenig geplant, damit wir die nächsten Nächte und Transfers buchen konnten. Wir hatten die wildesten Ideen, wie z. B. nach Palawan zu reisen. Leider gibt es keine gute Verbindung und es ist doch recht weit. Am Ende haben wir uns für den „Rückweg“ entschieden. Aber vorher geht es noch eine Insel weiter nach West Nusa Tenggara – bis nach Sumbawa.
Zum Abend haben wir eine Sonnenuntergangs- und Dinner-Tour gemacht. Unser Fahrer hat uns zu einem Warung gebracht, der am Wochenende mehr von einheimischen besucht wird. Von hier hatte man einen schönen Blick, einen tollen Strand und es gab kühle Getränke 😊. Das Essen außerhalb unserer Unterkunft hätten wir am liebsten schon ab dem 2. Tag gehabt, da es uns eigentlich nicht wirklich geschmeckt hat, aber wir wollten dafür nicht den Fahrer anrufen. Heute hat er uns an ein Restaurant gebracht, wo er selber mal gearbeitet hat. Es lag in einer Hotelanlage, die schon eher gehobenere Klasse war. Unser Fahrer hat sich mit einem guten Freund unterhalten und uns dort wohl angekündigt. Wir wurden von 3 Leuten bedient, einer netter als der andere. Die Tische waren auf dem Strand, es war sehr hübsch gedeckt, mit frischen Blumen, Kerzen und allem Drum und Dran. Kaum hatte man das Wasserglas ausgetrunken, kam jemand um es wieder aufzufüllen, die Stühle wurden einem zurechtgerückt und sogar die Stoff-Serviettenwurden uns auf den Schoß zurechtgelegt. Der Service war super gut, die Location auch und das Essen ebenfalls. Es gab eine große Auswahl an Gerichten, der Kleine hat gefragt, ob er den Nachtisch zuerst essen darf. Durfte er. Es war ein so mächtiger Schoko-Lava-Kuchen, mit Obst verziert und einer leckeren roten Sauce, dass 4 Leute davon gegessen haben. Netterweise standen die Preise in Euro da. Wir hatten anfangs die Befürchtung, dass es hier etwas arg teuer werden könnte, war es aber nicht. Wir haben dasselbe gezahlt, wie an unserer Unterkunft. Auch die Verabschiedung war besonders freundlich und herzlich. Einen besseren Fahrer hätten wir wirklich nicht erwischen können. Der Fahrer holt uns morgen um 6:30 ab, um nach Nusa Tenggara zu starten.


Falls Ihr mal auf Lombok seid und einen zuverlässigen Fahrer und Guide braucht, wir können Mr. Syam als unseren Freund sehr empfehlen:



