Thailand – Bangkok 3 (2026)

Montag, 03.08.2026, Bangkok

Der letzte Kaffee am Strand :-/. Auch die Kinder wollten einen Kaffee am Strand trinken. Das restliche Müsli musste auch aufgebraucht werden. Man kann sich nur schwer von diesem Ort trennen (darum waren wir wohl schon öfter hier 😉). Die Kinder haben sich noch von ihren neuen Freunden verabschiedet und der bunte Ball wurde weitergeschenkt, der ist fürs Handgepäck leider zu groß. Auch der Hund und die Katzen haben von Mali noch eine Abschlussportion Katzen- bzw. Hundefutter bekommen. Die Besitzer der kleinen Bungalows haben sich auch noch von uns verabschiedet – sehr herzliche Leute, Mali hat sogar noch einen Blumenkranz mit Maliblumen bekommen (Jasminblüten). Mit der langsamen Fähre (Seatran) ging es nach Surat Thani.

Vom Hafen mussten wir wieder mit dem Bus zum Flughafen fahren. Der Bus war schon recht voll, als wir ankamen, aber es gab ganz hinten noch eine freie 2er Sitzbank und die letzte Bankreihe hatte noch 4 freie Plätze.

Ich hatte vor, die 2er Sitzbank zu besetzen und für ganz hinten ein Erwachsener mit je einem Kind links und rechts geplant, sodass es möglichst wenig Streit unter den Kindern gibt. Gerade als ich die Kinder schon nach System sortiert habe, kam ein Mann und hat sich auf die offensichtlich besetzte Bank gesetzt. Er fragte danach ob dort belegt sei. Ich habe freundlich YES gesagt und gemeint, dass es auch gegenüber noch Platz gibt, oder ganz hinten. Er meinte er bräuchte nur einen Platz und hat meine Worte ignoriert. Gut, dann sitzen eben drei Kinder mit mir ganz hinten. Als Steffen dann auf den freien Sitzplatz wollte, hat der Mann, er heißt bei den Kindern „Mr. Stinkepups“, sich nach außen gesetzt und die Reihe blockiert. Steffen ist dann auf den einzig anderen freien Platz im Bus ausgewichen.

Die Kinder waren auch nicht begeistert und fanden den Mann sofort grundunsympathisch. Ich habe eine kleine Handbewegung gemacht, und die Kids haben verstanden. Der Mann wollte ja unbedingt vor den Kindern sitzen *Grins. Abgesehen davon, dass ich das Mr. Stinkepups-Lied auch ertragen musste, haben sie ausgiebig den Getränkehalter und die Fußrasten getestet und ob es bequemer ist, die Knie in den Sitz zu drücken oder doch besser die Füße.

Rio hat nach längerer Zeit angefangen zu quengeln und nach Daddy gerufen 😊 Meru hat dann erklärt, dass der Mann vor ihm unbedingt dort sitzen wollte und Daddy einfach nicht auf seinen Platz lassen wollte. …Ich hoffe seine Freundin hat das gehört. Die musste natürlich auch alles ertragen und wusste nicht warum, sie kam nämlich als letzte in den Bus stolziert. So gesehen hatten die Kinder auf der Busfahrt Spaß. 2 Stunden später stand Mr. Stinkepups vor uns – immer nett lächeln und winken. Im Flugzeug nach Bangkok war er natürlich auch dabei. Als er uns gesehen hat, hat er hektisch auf seine Sitzplatznummer geschaut. Er hatte „Glück“ und saß 2 Reihen vor uns.

In Bangkok angekommen, haben wir die Metro für den Großteil der Strecke genommen. Mit dem Gepäck und den schon langen Reisestunden in den Beinen, haben wir von der Metrostation ein GRAB-Taxi zum Hotel genommen. Wir haben nur die Rucksäcke fallen lassen, Hände gewaschen und sind sofort los, um was zu essen. Zum Glück gibt es in Bangkok auch kurz vor 23 Uhr noch überall etwas zu essen.

Die Kinder waren nicht sonderlich begeistert, dass sie noch duschen sollten, aber zu müde zum Protestieren.

Dienstag, 04.08.2026, Bangkok

Der letzte Urlaubstag, er hat mit Ausschlafen begonnen. Wir hatten nur einen groben Plan, Frühstück haben wir erstmal ausgelassen. In Bangkok bekommt man überall und zu jeder Zeit was zu essen. Wir sind diesen Urlaub in Bangkok noch keinen der alten Stadtbusse gefahren, das wollten wir heute ändern. Bis zum Obsthändler (50 Meter von der Unterkunft entfernt) sind wir gekommen. Dann gab es doch Frühstück 😉. Jeder hat sich seine Obstsorten zusammengestellt und seinen Wunsch-Shake bekommen. Den Bus haben wir dann trotzdem genommen, netterweise hat uns der Fahrkartenverkäufer mithilfe vom Google-Übersetzer an einer Bushaltestelle rausgelassen, da es dort eine viel bessere Verbindung zu unserem Ziel gibt, anstatt zu kassieren. Der Bus kam zum Glück auch recht schnell (wie haben schon öfter in BKK ewig auf den Bus gewartet!) und für 35 Bath sind wir zum MBK gefahren. Das MBK ist ein riesiges Einkaufszentrum, in dem es alles gibt, was man sich vorstellen kann. Zwischen „normalen“ Geschäften, gibt es immer wieder eine Art Basar-Stände, wo man die Preise verhandeln kann. Wir hatten noch einige Mitbringsel zu besorgen. Gar nicht so einfach, wenn man so viele verschiedene Wünsche erfüllen möchte – und die Kinder nebenbei auch alle in verschiedene Richtungen rennen. Schon am Eingang sind alle woandershin gelaufen. Rio war eigentlich müde und hatte nur Lust auf Rolltreppe fahren. Es gibt zum Glück viele Rolltreppen, man kann sich aber auch gut verfahren bzw. verlieren. Wir haben uns schon am Eingang aufgeteilt. Ich war mit Mali unterwegs und Steffen mit den Jungs. Zum Essen haben wir uns wiedergetroffen. Mali und ich haben erstmal Naan gegessen, bei dem Preis hatten wir größere Portionen erwartet. Für 12 Euro!!! Gab es zwei recht kleine Fladen mit noch weniger Käse. Gegenüber gab es ein Sushi-Restaurant mit Förderband und Tablet-Menükarten, wo man sich bestimmtes Sushi bestellen konnte. Das kam dann auf der 2. Ebene direkt an den Tisch gerollt. Für die Kinder ein riesiger Spaß und glücklicherweise deutlich günstiger als das Naan. Es standen noch einige Mitbringsel auf der Liste, man findet auch nicht sofort etwas passendes. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr und wäre gerne nochmal woanders hin. Entweder Wassertaxi fahren, zum Wat Arun oder China Town, Foodmarket oder Nightmarket, aber die Kinder haben auf einer Etage einen riesigen Spielplatz entdeckt und waren nicht wegzubekommen. Vor dem MBK haben wir dann an verschiedenen Ständen Essen gefunden und sind durch den dichten Abendverkehr mit dem Bus zurückgefahren. Wir kamen zufällig an unserem Lieblings-Obststand vorbei und haben noch einen letzten Shake gekauft. Der Händler konnte sich mittlerweile an uns erinnern, und wir haben uns ein wenig unterhalten. Für den letzten Abend war noch eine Massage versprochen. Jeder eine halbe Stunde Ölmassage, danach ging es zum Hotel packen.

Mit Rio wollte ich noch die letzte halbe Stunde zum Pool, der normalerweise bis 22 Uhr geöffnet hat, da es aber leicht geregnet hat, wurde der Pool gesperrt. Nicht dass wir noch nass werden – oder warum auch immer der Pool bei Regen geschlossen wird. Nachdem Ruhe eingekehrt war, haben wir vor der Tür nochmal das Stadtleben beobachtet und eine Kleinigkeit getrunken/gegessen (nicht jeder aus der Familie mag Sushi) 😉. Es gibt immer noch einiges in Bangkok zu sehen oder zu entdecken.  

Mittwoch, 05.08.2026, Bangkok

Der erste Tag in der gesamten Zeit, an dem der Fahrer nicht schon 15 Minuten vor der vereinbarten Uhrzeit abholbereit dastand. Da wird man 2 Minuten vor Abfahrtszeit leicht nervös. Er kam mit leichter Verspätung. Der Verkehr aus der Stadt war recht zäh und wir kamen wesentlich langsamer voran als gedacht. Am Flughafen waren wir schnell durch die Ausreise, mit Kindern gibt es ja die Priority-Line und außerdem sind ungefähr 20 Schalter besetzt, dass niemand länger als 10 Minuten warten muss. Auch durch die Security waren wir flott, obwohl wir zwei Taschen auspacken durften. Wir hatten sogar Zeit für ein Frühstück, die Kinder hatten zum Abschied nochmal zwei Bissen Sushi. Zum Gate hatten wir es nicht weit und hatten noch Zeit, uns lange Sachen für den Flug anzuziehen, bevor Familien mit Kindern schon zum Boarden aufgerufen wurden.

Steffen hat uns die Familienreihe mit Beinfreiheit reserviert 😊. Das macht den Flug etwas angenehmer, aber bei über elf Flugstunden mag man trotzdem nicht mehr sitzen. Weil es kein Nachtflug war, waren wir auch nicht so müde und haben kaum/gar nicht geschlafen. Rio war der Einzige, der es auf fast 3 Stunden Schlaf gebracht hat. Über Turkmenistan hatten wir eine sehr schöne Aussicht. Essen gab es zu irgendwie unpassenden Uhrzeiten, das hat weder zur Uhrzeit daheim noch zur Zeitzone von Thailand gepasst, aber wir hatten eh nichts Besseres zu tun. Die Einreise nach Deutschland war genauso wie schon die Ausreise. Es war eine ewig lange Warteschlange, besonders für Familien mit Kindern, die noch nicht durch die modernen Passkontrollen können. Ganze zwei Polizisten saßen am Schalter und haben in der Hochsaison des Reisens die Pässe gestempelt. Nach über einer Stunde waren wir endlich durch. Mit dem Zug fuhren wir für schlappe 13 Euro eine Station, von dort wurden wir dann von „Grandma“ abgeholt. Die Wiedersehensfreude war sehr groß und die Kinder haben die ganze Fahrt gleichzeitig erzählt, was sie alles erlebt haben. Daheim gab es nochmal große Freude über die Katze. Bis alle im Bett waren hat es gedauert, aber die Matratze ist so schön weich 😊. Natürlich vermissen wir immer die Familie, Freunde und auch die Katze, aber ansonsten hätte es gerne noch weiter gehen dürfen. Palawan, Borneo, Papua … wir haben noch einiges auf dem Plan 😉.


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