Mittwoch, 29.07.2026, Koh Phangan
Wir haben kaum geschlafen, aber um 3 Uhr mussten wir aufstehen, um mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren. Nach dem Einchecken an einem normalen Schalter, weil es online nicht geklappt hat, haben wir eine Kleinigkeit zum Frühstücken gesucht, auch um die restlichen Rupien loszuwerden. Steffen ist nochmal zurückgelaufen, weil er was anderes frühstücken wollte, bis er wieder kam, war es höchste Eisenbahn, um durch die letzte Security zu laufen. Gerade als wir die Rucksäcke aufgesetzt haben kam die Durchsage „Final Call“ für unseren Flug. Die armen müden Kinder mussten mit ihren Rucksäcken morgens um 5 einen Sprint hinlegen. An der Kontrolle mussten wir ausgerechnet heute den Rucksack öffnen, weil die Nagelschere begutachtet werden musste. Außerdem war das Shampoo verdächtig. Ich bin mit Rio ohne Schwierigkeiten durch die Kontrolle gekommen, also sind wir schon mal zum Gate gesprintet. Natürlich mussten wir noch ewig weit laufen, gerade vor mir wurde schon das Absperrband in die Hand genommen, aber wir durften noch durch. Die Dame lächelte verkniffen und wollte natürlich unsere Tickets sehen, die waren aber noch bei Steffen. Nach uns trudelten noch drei weitere Leute etwas abgehetzt ein, sodass wir letztlich alle noch mitfliegen durften. In Bangkok angekommen, mussten wir erstmal durch die Einreise, um dann wieder durch die ganze Security zu gehen, da wir nochmal einen Flug nach Surat Thani hatten. Zeitlich hat das zum Glück super funktioniert. In Thailand klappt das irgendwie immer gut (es sind zum Beispiel 20 Schalter für die Einreise besetzt, auch morgens um 8 Uhr). In Surat Thani angekommen, spaziert man über das Rollfeld, um am Kofferband vorbeizugehen und dann steht man auch schon direkt an der Straße. Viele Autos fahren hier nicht, nicht einmal eine Horde von Taxifahrern lauert hier. Wir hatten eine Weiterfahrt mit einem Bus und haben das Kennzeichen vom Bus gesucht, wobei wir in das einzige andere Gebäude weit und breit gelaufen sind. Hier sind die Fähr-Anbieter alle unter einem Dach. Wir wurden zu unserem Anbieter geführt und haben erfahren, dass unser Bus erst in 2 Stunden fährt (es waren dann 2 ½). Man konnte immerhin zwischen Cafés wählen, die beide genau das gleiche verkauft haben. Wir hatten ja Zeit um beide zu testen. Der Bus fuhr auch nochmal 1,5 h. Für Rio musste der Bus einen kurzen Pipi-Stopp einlegen, ansonsten war die Fahrt ganz okay, da man ordentlich Beinfreiheit hatte. Am Hafen angekommen fühlte sich der Tag schon endlos an, wenigstens konnte man ein wenig im Tageslicht herumlaufen – ach ja, es hat während wir am Flughafen gewartet haben ordentlich geregnet. Am Hafen hieß es wieder „30“ Minuten warten. Danach hat uns ein Minivan abgeholt (warum haben wir nicht wirklich verstanden) und uns nochmal 10 Minuten durch die Gegend gefahren – an einen kleinen Steg, wo wir wieder warten sollten. Worauf und wie lange war nicht so klar. Im Van hatten wir aber eine Familie aus Köln kennengelernt, die auch zufälligerweise genau zur selben Bucht fahren möchte, wie wir. Wir haben bestimmt nochmal eine Stunde gewartet, denn die Leute vom anderen Hafen wurden in Etappen mit dem kleinen Van abgeholt. Es waren zu starke Wellen, um vom eigentlichen Hafen abzufahren. Das Mini-Schnellboot war bis auf den letzten Sitzplatz voll. Die Überfahrt hat nochmal 1,5 h gedauert und es wurde schon langsam dämmrig. Das Schlimmere war allerdings, dass das Boot ganz schön durchgeschüttelt wurde und den meisten Leuten schlecht wurde. Warum auch immer war einer der Crew als Affe verkleidet, es hat aber etwas von der Übelkeit abgelenkt (das war sicher nicht der Sinn, aber die Jungs konnten kein Wort englisch, sodass wir es nie erfahren werden). Auf Koh Samui haben wir kurz angehalten und fünf Leute vom Boot gelassen, aber es sind auch andere wieder dazu gekommen, mehr als es Sitzplätze gab. Als wir endlich am Hafen ankamen, war es fast dunkel. Wir haben mit der anderen Familie ein Taxibus genommen und uns die 1000 Bath geteilt (vor 3 Jahren wurden wir noch für 400 mitgenommen), aber auf diskutieren hatte niemand mehr Lust. Als wir endlich an der vertrauten steilen Einfahrt standen, waren alle super glücklich. Wir haben die Rucksäcke in die Ecke gepfeffert und sind sofort zu unserem Lieblingsrestaurant essen gegangen. Wir wurden wiedererkannt, „Funny Guy“ arbeitet leider nicht mehr dort, aber es gab trotzdem jemanden, der sich an uns erinnert hat. Von da an sind wir hier an einem absoluten Lieblingsort. Die Krönung ist der Bungalow mit Seaview 😊. Für den Kleinen lag, nachdem wir vom Essen zurückkamen, sogar eine Kinderdecke auf dem Bett. Wir haben super geschlafen, mit Meeresrauschen 😊.
Donnerstag, 30.07.2026, Koh Phangan
Es gab Kaffee am Strand, dann ging es zum Frühstücken in die Salad Hut. Es fing währenddessen an zu schütten. Wir haben das Frühstücken zum Brunch ausgedehnt und zwischendurch Malsachen zur Beschäftigung geholt. Nach dem Regen haben wir eine Burg gebaut und Ball gespielt.
Am Abend gab es, mit Blick auf den Strand und dem Wellengeräusch, eine Massage. Rio und Mali sind dabei eingeschlafen, während Meru und ich die Stunde genossen haben.
Steffen hat Arina aus Moskau kennengelernt und wir haben uns zum Wandern für morgen verabredet.
Freitag, 31.07.2026, Koh Phangan
Der Kaffee am Strand ist der beste Start in den Tag 😊. Nachdem wir gefrühstückt hatten, sind wir mit dem Taxi Richtung Wasserfall losgefahren. Wir haben uns mit Arina getroffen und ein Taxi rufen lassen. (Wir haben das hier immer anders gehandhabt. Normalerweise laufen wir in die Richtung los, wo wir hinwollen und warten, bis ein Bus hupt, dann springen wir auf und fahren mit). Die Fahrt dauerte länger, als wir das in Erinnerung hatten, das letzte Mal sind wir das mit den Kindern zu Fuß gegangen. Die Fahrt war irgendwie übertrieben teuer (fast 15 Euro für die 3km) und am Wasserfall musste man auch nochmal Eintritt bezahlen. Nachdem wir die ersten 200 Meter am Wasserfall entlang hochgewandert sind, wurde der Weg arg felsig und schwierig. Kein Weg für kleine Kinder und auch nicht für FlipFlops!!! An einer Stelle, wo es arg steil und glatt wurde, haben wir beschlossen, dass wir den oberen Ausgang nehmen und nicht zurückklettern. Wir sind nach 20 Minuten an einer kleinen Bademöglichkeit angekommen, so sah es das letzte Mal absolut nicht aus. Als wir etwas Handyempfang hatten, haben wir festgestellt, dass wir an einem ganz anderen Wasserfall rausgelassen wurden, als wir wollten. Von hier war es gar nicht möglich, am oberen Ende an eine Straße zu laufen und wir mussten nochmal alles zurück klettern. Vom geplanten Wasserfall aus wollten wir eigentlich zu einer Halbinsel spazieren und dort etwas baden. Wir mussten also ein weiteres Taxi nehmen, dass uns dorthin fuhr, wo wir eigentlich hinwollten. Vom Wasserfall hatten wir jetzt genug. Letztlich kam das Wandern zu kurz und der Ausflug wurde unverhältnismäßig teuer. Der Strand an der Halbinsel war sehr voll, und er hat auch leider nicht so einen feinen Sand, auch das Wasser ist nicht so klar. Allen war warm und das Wasser war unwiderstehlich, sogar mit ein paar kleinen Wellen. Das blöd war, dass man keine gute Sicht hatte um eventuelle Quallen zu sehen. Meru hat sich gar nicht ins Wasser getraut, für Mali und Rio war es zu verlockend. Ich habe Aufpasser gemacht und die Augen aufgehalten, während die beiden 20 Minuten im Wasser gespielt haben. Wir haben tatsächlich beim Ankommen eine riesige Qualle gesehen und beim Spielen eine kleinere (danach sind wir raus).
Vor dem Rückweg, diesmal zu Fuß, da es nur 3km sind, haben wir noch ein Eis gekauft. Vor dem Laden saß ein ca. 13-jähriger Junge, der Nonstop geschrien hat und den Arm in Essigtüchern hielt. Dass es Quallen gibt wird zwar auf einem Warnschild erwähnt und auch wie man sich verhalten soll, aber der Essigschrank ist beispielsweise gar nicht vorhanden und auch die Bediensteten haben nicht wirklich routiniert gewirkt. Eine Strandwache oder ähnliches gibt es hier natürlich nicht.
Auf unserem Rückweg haben wir einen Waran, eine schöne Eidechse, mehrere schöne Vögel und einige bunte Schmetterlinge gesehen. Die Straßen sind übermäßig steil und sehen aus als hätte man einfach etwas Beton auf den Boden gekippt und etwas platt gewalzt – stellenweise – . Drumherum ist viel grüner Dschungel mit vielen exotischen Tiergeräuschen, eine schöne Insel mit speziellem Look 😊! Die Dusche tat sooo gut! Zu Abend haben wir heute auf der rechten Seite gegessen, damit wir was von der Feuershow sehen konnten. Die Kinder haben sich die Show aus der Nähe angeschaut, wir haben es genossen die Füße in den Sand zu stecken und den Wellen zuzusehen, wie sie langsam immer höher den Strand heraufklettern. Auch hier wurden 2 große Quallen angespült. Arina ist übrigens etwas länger am Strand geblieben und später mit dem Taxi zurückgefahren, wir kamen fast zeitgleich an unseren Bungalows an.
Samstag, 01.08.2026, Koh Phangan
Der Tag startete mit einem Kaffee am Strand. Danach haben wir eine kleine Sandburg zu bauen begonnen. Es ist heute sehr sonnig und warm, sodass wir ins Wasser sind. Leider ist in der Regenzeit Hochsaison für Quallen, und genau hier besteht auch die Möglichkeit von Würfelquallen, Ohrenquallen und anderen hochgiftigen Quallen. Nächstes Mal nehmen wir Stinger-Suits mit. Wir sind ansonsten nur zwischen Strand, Bungalow und kühlen Getränken hin und her gelaufen.
Am Abend haben wir eine israelische Familie aus NY kennengelernt und uns mit ihnen gut unterhalten. Die Kinder haben zusammen Billard gespielt – bis deren Babysitterin kam. Das wäre noch ein Geschäftszweig, den man hier etwas ausbauen könnte.
Sonntag, 02.08.2026, Koh Phangan
Das Wetter ist immer besser, als die App behauptet. Weit und breit kein Wölkchen. Nach dem Kaffee am Strand gab es auch Müsli zum Frühstück auf dem Strand.
Wir haben uns heute 2 Kajaks ausgeliehen und sind von Bucht zu Bucht gepaddelt. Meru ist an Land bei seinem Freund geblieben. Mali und Rio hatten nach der Tour Spaß daran, vom Kajak ins Wasser zu springen. Der Durst wurde irgendwann groß und somit ging es zurück zum Strand. Zu Abend haben wir mit den Eltern von Merus Freund gegessen und uns unterhalten, bis die Kinder müde waren und ins Bett wollten. Wir haben noch zu zweit einen Spaziergang am Strand gemacht.


