Thailand – Chiang Mai (2026)

Freitag, 03. Juli 2026, Chiang Mai

Mit dem Wecker aufstehen ist noch schwierig, nach zwei Flat White ging es eine Weile. Wenn jemand pünktlicher ist als Deutsche, dann sind es Thailändische Fahrer! Wir sind sogar vor der geplanten Abfahrtszeit zum Flughafen gefahren. Wir hatten „plenty of time“ für die Security. Der Flug hatte letztlich Verspätung und wir hatten noch mehr als viel Zeit, aber es gab einen kleinen Spielplatz und einige Cafés, sodass man sich wenigstens gut die Füße vertreten konnte. Das Flughafengebäude war auf frostige 17(?) Grad klimatisiert. Im Flugzeug wurde es auch nicht viel wärmer. Kurz nach dem Start sind die Jungs auf und an mir lehnend eingeschlafen, sodass mir wenigstens nicht mehr so kalt war. Wir sind gut in Chiang Mai gelandet und haben hier unser 2. zu Hause bezogen. Es fing gerade an zu nieseln, als wir zum Supermarkt wollten, 2 Schritte später regnete es doch stärker. Die Dame vom Empfang hat uns 2 Schirme gereicht und dann konnte es losgehen. Mit etwas Milch für den Tee/Kaffee und Kleinigkeiten zum Essen ging es dann allen etwas besser. Wir hatten Zeit, Karten zu spielen, die Kinder durften ein wenig Thai TV gucken, solange es draußen schüttete (Masha und der Bär gibt es auch auf Thai).

Ich habe mich auf den Balkon gesetzt und die Wärme mit der Regenbrise genossen, inklusive Tee. In der Dämmerung hat es aufgehört zu regnen, und wir haben die Gelegenheit genutzt, zum Nachtmarkt zu laufen. Ein wenig umgebaut, aber immer noch gemütlich und mit einer großen Auswahl an verschiedensten Gerichten, Getränken und Leckereien, haben wir zu Abend gegessen. Der Jüngste war sehr stolz, weil er ganz alleine sein Essen einkaufen und nach Herzenslust bestellen durfte (ein Maiskolben und eine Kugel Eis – und das Kind war happy).

Zum Abschluss sind wir noch ein wenig durch die Marktstände an der Straße geschlendert, bis es zu nieseln anfing und wir lieber mal schnell heimgelaufen sind. Nach einer ordentlichen Dusche sind heute alle früher als die letzten Tage ins Bettchen gefallen.  

Samstag, 04. Juli 2026, Ching Mai

Für diese Ferien haben wir zum 1. Mal einigermaßen ausgeschlafen. Es gab ein spätes Frühstück bei einem guten Bäcker, der sehr versteckt ist. Joghurtbowl zum selber zusammenstellen und echtes „Bäcker-Gebäck“ unter Einheimischen.

Einen festen Plan hatten wir für heute nicht, die Kinder wollten in das „Art in Paradise“, und somit sind wir losgelaufen. Die 5km wollten wir eigentlich komplett zu Fuß gehen, leider gibt es in Thailand selten richtige Fußwege, besonders außerhalb des Stadtzentrums nicht. Einige Querstraßen haben wir überquert, allerdings auch immer mit Blick auf die Auto-Ampeln, für Fußgänger gibt es natürlich keine. Es waren uns zu viele Riesenlöcher im Boden, zu viele Abgase, und der Weg selbst war auch nicht schön. An einem Park haben wir eine Haltestelle erspäht und uns einfach mal hingestellt. Es hat keine 2 Minuten gedauert, bis ein roter Stadtbus angehalten hat. Die Fahrt lag bei 30 Bath pro Person und hat uns viel Weg durch warmes „Nichts“ erspart. Das Museum war ganz cool, für jeden war was dabei. Das Beste war, dass kaum etwas los war und wir alles für uns alleine hatten (fast). Nach 1 ½ Stunden waren wir fertig und hungrig. Erstmal war Inselhopping angesagt – von einer Verkehrsinsel auf die Nächste. Zum Glück hielt auch nach den ersten 5 Minuten ein Bus und hat uns wieder stadteinwärts mitgenommen. Die einheimische Frau hat auch 30 Bath bezahlt, der Preis gilt also für alle (in einem gewissen Umkreis zumindest). Auf dem Nachtmarkt hatten wir wieder einen „Treffpunkt-Tisch“, und jeder hat sich das zu essen geholt, wonach ihm war. Falls jemand von den Lesenden mal vorhat, ein Restaurant oder einen Food-Market zu eröffnen: „Bitte kleine Portionen anbieten“! Es macht Spaß, sich überall durchzuprobieren und man ist sich auch sicher, dass man seine Portion schafft. Man kann hier immer eine kleine oder große Portion bestellen, auch die Eltern dürfen eine Kinderportion kaufen. Versucht das mal in Deutschland! (Falls du das noch nie gemacht hast, es kommt die Antwort „Kleine Portionen nur für Kinder unter x Jahren“ man muss schon die große bestellen). Morgen geht’s auf einen Ausflug und die Kinder sind „schon“ um 22 Uhr im Bett. Hoffentlich ist das früh genug, um sie morgen um 7:30 Uhr aus den Federn zu bekommen.

Sonntag, 05. Juli 2026, Chiang Mai

Der Tag war so lang und erlebnisreich, dass wir das Schreiben verschoben haben. Wir haben eine Fahrerin gebucht, die uns zu einer Elefanten- „Auffangstation“ gebracht hat. Wir durften die Musik streamen (sehr wilde Mischung 😉, wir haben auch die Nr.1 der Thailändischen Charts gespielt, sodass jeder was zu hören hatte). Es waren ca. 60 Minuten Fahrt ins Grüne. Um uns herum waren schon Hügel und Berge zu sehen, und es sah leicht nach Dschungel aus.

Die Elefanten werden dort aufgenommen und gepflegt (zumindest liest man es so). Wir waren fast die einzigen Gäste, abgesehen von einer weiteren Familie. Wir haben die typischen Shirts bekommen (damit das eigene nicht schmutzig wird) und dann ging es sofort in den Garten, wo die insgesamt 6 Elefanten frei herumliefen. Sobald Menschen mit gefüllter Umhängetasche zu sehen sind, kommen die Elefanten von ganz alleine. Es kann einem schon etwas mulmig werden, wenn diese großen Tiere nach Bananen greifen, aber wir haben uns schnell aneinander gewöhnt. Später durften die Kinder die Elefanten auch mit Wasser abspritzen und wurden selbst von den Elefanten auch gleich nass gemacht. Der exklusive Besuch war sehr schön und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der Kleinste wäre am liebsten gleich am nächsten Tag wieder hingefahren. Zurück in der Stadt haben wir geduscht und ein kleines Schläfchen gemacht, bevor es auf die Sunday-Walkingstreet ging. Obwohl wir in der Regenzeit und außerhalb der Saison hier sind, war der Markt sehr voll. In der Mitte des Marktes gibt es einen Tempel, der uns mit den Mönchsgesängen angelockt hat. Nach gut 15 Minuten im Tempel haben wir uns wieder in das Gewimmel gestürzt. Was kauft man so auch dem Markt im Juli? Handgefertigte Christbaumkugeln! Die Reizflut von heute reicht eigentlich für eine ganze Woche, sehr sehr müde sind wir noch unter die Dusche und dann ins Bettchen.

Montag, 06. Juli 2026, Chiang Mai

Sobald der Jüngste ausgeschlafen hat, habe auch ich ausgeschlafen und selbstverständlich hatte ich gleich Lust auf 3 Runden Memory und Uno. Bis alle angezogen und abmarschbereit waren, war es 12 Uhr. Unsere geliebte Bäckerei hat Ruhetag, darum haben wir nach Bewertungen mit Fotos etwas anderes ausgewählt. Wir sind gelaufen und gelaufen, unterwegs hatten wir schon mindestens 2x was gesehen, was auch gut aussah. Als wir endlich im Café saßen und die Speisekarte studiert hatten, haben wir festgestellt, dass es eher ein „ich ernähre mich nur von Mandelmilch mit Hanfsamen und Blümchen“-Café ist – obendrein arg teuer. Ein Fancy Getränk haben wir aber trotzdem bestellt, nachdem wir schon 2 Minuten für die Platzwahl gebraucht und etwas Leben in die Stille gebracht haben. Hat genauso geschmeckt wie beschrieben, gesund und blumig, immerhin war es blau, sodass alle Kinder probieren wollten und das Getränk auch leer wurde. Um 14 Uhr waren wir also immer noch hungrig und auf der Suche nach Frühstück. Zum Glück nimmt man das hier nicht so genau mit Früh- oder Spätstück. Nochmal 15 Minuten Fußweg zurück, und haben wir in einer ruhigen Seitenstraße ausgezeichnet gespiesen! Ich hatte schon fast einen ganzen Obstkorb mit Griechischem Joghurt (es hat für drei Leute gereicht) und das Avocado-Brot mit zwei pochierten Eiern hat auch für Zwei gereicht. Bei den Getränken haben wir allerdings vergessen, den Zucker abzubestellen. Normalerweise sagen wir das gleich dazu und meist wird man auch gefragt. Unterzuckert sind wir jedenfalls nicht für die Wanderung. Gerade als wir uns auf die Suche nach einem Taxi-Bus machen wollten, haben wir einen MZ 05 Aufkleber direkt neben einer Tempelanlage entdeckt. Scheinbar hat das dem Bus-Taxifahrer schon öfter Glück gebracht, denn sein Bus stand direkt daneben. Preislich haben wir nicht groß verhandelt, es wäre wahrscheinlich etwas günstiger gegangen. Wir hatten uns schon auf Thailändisch aufschreiben lassen, wo wir hin wollen und haben es dem Fahrer hingehalten, sodass er gleich verstanden hat, was unser Plan ist.

Unser Ziel war der Old-Monks-Trail zum Tempel hoch. Mittlerweile muss man 100 Bath p/P bezahlen, dafür ist der Weg gut ausgetrampelt und mit Flaggen markiert, sodass man sich auch bloß nicht verläuft. (Links und rechts ist dichter Dschungel, da würde man freiwillig nicht reinlaufen. Wir haben viele bunte, große Schmetterlinge gesehen und haben die Ruhe genossen. Wir waren recht schnell oben und konnten uns die Tempelanlage genaustens anschauen, denn wir hatten mit dem Busfahrer eine feste Uhrzeit vereinbart, um uns vom Tempel zum Wasserfall bringen zu lassen. Auch am Wasserfall muss man Eintritt bezahlen, scheinbar galt das Wander-Ticket auch für den Wasserfall, jedenfalls haben wir das vorgezeigt und wurden durchgelassen. Tatsächlich hat man uns nur 30 Minuten gegeben, danach sollten wir wieder zurückkommen. Es fing an leicht zu nieseln und wir hatten den Flusslauf (Wasserfall ist eigentlich übertrieben) fast für uns alleine. Tatsächlich kam um 16:30 Uhr jemand mit der Trillerpfeife und hat uns zurückgerufen, hinter uns wurde die Schranke geschlossen. Wenn man möchte, könnte man von der anderen Seite zum Wasserfall laufen, allerdings stehen da nicht so viele Busse herum und wir mussten ja nochmal 11km zurück. Klebrig von Sonnencreme mit Mosquitoschutz und durchgeschwitzt wollten wir alle erstmal duschen. Erfrischt ging es direkt weiter zum Abendessen. Dieses Mal in ein Restaurant, das wir zufällig gesehen haben. Zum Abschluss sind wir noch ein Dessert auf dem Nachtmarkt essen gewesen. Die Musik war heute viel besser und es war auch etwas mehr auf dem Markt los als die letzten Tage. Nun ist es schon wieder nach Mitternacht und morgen geht es zurück nach BBK, das heißt mit dem Wecker aufstehen :-/ .

Dienstag, 07. Juli 2026, Chiang Mai nach Bangkok

Für heute stand nur der Rückflug nach Bangkok auf dem Programm. Nachdem wir wieder im bekannten Hotel eingecheckt hatten, sind wir wieder ins Gewühl auf die Straße, um etwas zum Abendbrot zu besorgen. Weitere Highlights gab es heute nicht 😊.


Eine Antwort zu „Thailand – Chiang Mai (2026)“

  1. Avatar von Isabel
    Isabel

    Liebe Ginger und lieber Steffen,

    Danke, dass wir Euch auf Eurer Reise begleiten dürfen. Wir freuen uns schon auf weitere Berichte und wünschen Euch noch eine spannende Zeit.

    Liebe Grüße Isabel

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