Indonesien – Gili Air / Gili Trawangan (2026)

Sonntag, 19.07.2026, Gili Air

Bei der Unterkunft ist das Frühstück inbegriffen, somit haben wir uns ans Wasser gesetzt, die Krabben auf den Felsen beobachtet und unser Müsli/ Omelette gegessen. Zu Fuß sind wir dann auf die erste Erkundungstour losgezogen – weit kamen wir nicht, bis wir schon wieder durstig waren. Wir sind quer über die Insel zum Strand auf der anderen Seite gelaufen und von dort am Wasser entlang bis zu einem Strandabschnitt mit Liegestühlen. Wir wollten uns eine Liege mieten – allerdings muss man hier nicht für die Liege selbst bezahlen, man muss etwas bestellen 😊 – nichts einfacher als das! Inzwischen ist es auf einer Inselseite sehr dunkel geworden, und es sah so aus, als würde es jeden Augenblick monsunartig losregnen. Wir waren trotzdem im Wasser, eine Stunde später waren die Wolken nach Lombok abgezogen. Den Kindern hatten wir einen Filmabend versprochen und haben Tickets für ein Outdoor-Kino besorgt. Die drei haben in Sitzsäcken platzgenommen, sich was zu trinken und essen bestellt. Wir durften essen gehen. Für den Notfall hatten sie ein Handy bei sich. Wir hatten fast zwei Stunden Zeit, ganz entspannt essen zu gehen. Wir haben uns für ein Thai-Restaurant mit Dachterrasse entschieden. Es war sehr lecker und entspannt 😊. Gleich nach dem Essen sind wir zurück zum „Kino“, der Film lief aber noch. Wir haben uns im Hintergrund aufgehalten und gewartet, bis der Film vorbei war. Rio ist eingeschlafen, die zwei großen wären am liebsten noch für den nächsten Film sitzen geblieben. Ein schöner, entspannter Tag mit Ausklang auf der Veranda.

Montag, 20.07.2026, Gili Trawangan

Wir hatten für heute noch einige Pläne, bevor wir Gili Air leider schon verlassen müssen. Nach dem Frühstück wurden wir schon fast aus den Hütten rausgeworfen, obwohl noch keine Checkout-Time war. Das Gepäck haben wir in der Küche gelagert und sind dann zum E- Scooter Verleih. Für 2,50 EUR konnten wir eine Stunde über die Insel cruisen. Schnell kann man grundsätzlich nicht fahren, die Straßen sind zu eng und viele Wege sind auch sandig bzw. löchrig. Es hat riesen Spaß gemacht. Danach haben wir uns aufgeteilt. Die Kinder wollten noch Minigolf spielen und ich wollte unbedingt laufen gehen – hier macht man generell viel weniger Schritte als daheim – das nervt. Wir haben uns 1 ½ Stunden später am Strand getroffen, wo die Kinder noch kurz Zeit hatten, eine kleine Burg zu bauen. An der Unterkunft haben wir unser Gepäck eingesammelt, die Kinder haben nochmal kurz die Füße gewaschen. Die Fähre war ja nur 200 Meter weiter und warum auch immer, soll man eine Stunde vor Abfahrt am Hafen stehen. Also standen wir am Hafen herum. Als wir bei Gili Meno waren ist Meru aufgefallen, dass er seine Schuhe auf Gili Air hat stehen lassen. Netterweise hat jemand die Schuhe gesucht, gefunden und mit der nächsten Fähre mitgeschickt. Morgen holen wir sie am Hafen ab. Es kamen 2 Leute vom Campingplatz zum Hafen und haben unser Gepäck mitgenommen, für Mali und Rio war jeweils auch Platz auf dem Scooter. Wir sind dann zu dritt hinterhergelaufen und wurden dann für den letzten Kilometer auch eingesammelt. Wir wohnen im Nordosten der Insel, hier ist es ruhig und man ist abseits der Partys. Wir haben 3 Zelte mit richtigem Bett und es gibt jeweils eine Ecke mit Bad direkt am Zelt. Damit wir die Gegend nicht im Dunkeln erkunden müssen, sind wir schon etwas früher zum Abendessen los, als üblich. Wir haben zuerst den Turtle Point angesteuert, dort gab es eine gut bewertete Strandbar. Die Aussicht war super und wir hätten einen schönen Sonnenuntergang gehabt. Es gab auf der Speisekarte leider nichts Vegetarisches, also sind wir doch nochmal ein Stück weiter. Die Wege, die wir gelaufen sind waren nicht befestigt, und es ging an einigen Hütten der Einheimischen vorbei. Wir sind an einem kleinen Hostel vorbeigekommen, wo Katzenbabys waren – hier haben wir eine längere Schmusepause eingelegt. Letztlich haben wir dann doch nicht früher gegessen.

Die Straße, wo das Restaurant hätte sein sollen, war recht dunkel und verlassen. Es saßen zwei Frauen auf einer Bank und haben gefragt was wir suchen, dann hat sie gelacht und gesagt wir müssen nur nach 4 Schritte weiter und rechts gehen, dann sind wir da. Das Restaurant war klein aber sehr schön. Wir waren die einzigen Gäste, wurden sehr freundlich bedient und hatten den ganzen Serice für uns alleine. Die Speisekarte hatte viele Sachen, die wir schon eine Weile vermissen. Rio hat sich beispielsweise eine Tomatensuppe und ich mir eine Kartoffelsuppe bestellt. Die Getränke waren dafür außergewöhnlich (Lombok Tea und Butterfly Tea).

Da wir ja vorher einen Umweg gemacht hatten, dachten wir können für den Rückweg abkürzen, Maps hat uns blöderweise den Weg über den Strand angezeigt, den wir gekommen sind. Unser Anliegen war, möglichst an belebteren und etwas beleuchteten Wegen vorbei zu laufen. Vor allem wegen der Schlangen, die es durchaus gibt – eine haben wir ja vorgestern gesehen. Wir haben den Weg gefunden und es war am Ende kürzer. Da wir so weit abseits wohnen, kamen wir auch mit den Einheimischen hier ins Gespräch. Eine Familie, die uns kurz vor dem Camp gegrüßt hat, hat die Kinder für morgen zum Spielen eingeladen. Nach der Schule, ab 12 Uhr wäre die Straße voller Kinder. Mal sehen. Wir haben keine großen Pläne, wir müssen nur zum Hafen die Schuhe holen und wir würden gerne nochmal Schildkröten sehen.

Jetzt sitzen wir gemütlich auf der Mini-Veranda vorm Zelt und genießen die etwas abgekühlte Luft und leichter Biese.

Dienstag, 21.07.2026, Gili Trawangan

In der Nacht stand jemand vor unserem Zelt und hat am Reißverschluss gezogen. Das war gar nicht cool. Ich habe gleich gehört, dass es niemand vom Camp ist – und bin dann lauter geworden. Zum Glück ist er abgehauen. Ich habe mich getraut, nach 5 Minuten vor das Zelt zu gehen und rüber zum Zelt zu gehen, wo der Rest der Familie geschlafen hat. Mali war die Einzige, die auch wach geworden ist. Wir haben dann das Eingangstor geschlossen und noch eine Weile Wache gehalten, bis wir wenigstens bis 5 Uhr schlafen konnten. Bei den Bewertungen haben wir darauf geachtet, in einer ruhigen Gegend zu wohnen – das war auch so- fern ab vom Partytourismus. Die Moschee war auch weit genug weg – dachten wir. Es gibt aber auf der ganzen Insel gute Lautsprecher und die waren auch bei uns gut hörbar, sodass wir das 5 Uhr Gebet auch bloß nicht verpassen. Zusätzlich fingen auch die Hähne der ganzen Insel an hysterisch zu krähen. Bis ich fast wieder einschlafen konnte, wurde es zu warm im Zelt. Furchtbare Nacht. Zum Frühstück gab es Pfannkuchen und Ananas und Kaffee mit gezuckerter Kondensmilch.

Wir hatten eine Nachricht, dass die Schuhe jetzt am Hafen seien. Daraufhin haben wir nochmal geschrieben, dass die Schuhe einfach am Ticketschalter abgestellt werden sollen.

Unsere erste Tagesaufgabe war die vergessenen Schuhe am Hafen abzuholen. Wir sind den Weg am Wasser entlanggelaufen, der war zwar etwas länger, aber schön. Der gesamte Weg ist mit Restaurants, Schnorchel-Verleihen, Tauchschulen, Ausflugsangeboten und Souvenirläden zugepflastert. Verhungern werden wir hier nicht. Endlich am Ticketschalter angekommen, sagte man uns, es wäre nichts da. Wir haben nochmal Kontakt aufgenommen und gefragt, wo genau die Schuhe wären. Es kam zurück, auf der Fähre, sie wären nun auf einem Boot, dass den ganzen Tag für eine private Tour gemietet worden sei. …Wir werden die Schuhe nie wieder sehen :-/ . Die zweite Aufgabe war, die Anlegestelle der für morgen gebuchten Fähre zu finden. Dafür ist viel Zeit verloren gegangen. Niemand der umliegenden Anbieter kannte die Fähre oder den Anbieter. Mal sehen, ob wir morgen wirklich mit der gebuchten Fähre fahren, oder nochmal Tickets kaufen müssen (dann am Schalter).

Das Beste was auf dem Plan stand, war Schnorchel ausleihen und vom Strand aus versuchen, eine Schildkröte zu finden. Wir haben recht schnell einen Verleih gefunden, der für uns alle etwas halbwegs Passendes hatte.

Bis wir endlich alle im Wasser waren, hat es gedauert. Wir wurden allerdings belohnt. Man musste sehr weit hineinlaufen bis es endlich etwas tiefer wurde, aber man konnte schon recht früh ein paar schöne Fische sehen. Weiter draußen haben wir schöne Korallen und viele schöne Fische gefunden. Papageienfische, einen Fächerfisch und tatsächlich an zwei verschiedenen Stellen eine Schildkröte. Die Kinder haben länger im Wasser ausgehalten als wir. Für Rio war es leider noch etwas schwierig mit dem Schnorchel und der Maske, aber er hat auch viel Schönes unter Wasser entdeckt. Danach war in den Wellen spielen angesagt. Erst als die Leihfrist abgelaufen war, haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Meru hat auf der Straße Kinder zum Fußball spielen gefunden. Die anderen Jungs wollten ihn nicht wirklich gehen lassen und haben ihm ein Armband zum Abschied geschenkt.

 Für den Abend haben wir vom Camp zwei E-Scooter ausgeliehen. Die An- und besonders Abreise zum und vom Abendessen war somit entspannt und schlangenfrei 😊. Wir haben nochmal in demselben Restaurant des Vorabends diniert. Jetzt kannten wir ja den Weg.

Am späteren Abend haben wir das Tor vom Camp geschlossen, und ich habe alle Reißverschlüsse der drei Zeltwände so versetzt zugezogen, dass es eine Weile gedauert hätte, bis man das alles aufhat. Bis auf die Hähne und den Weckruf um 5 war die Nacht deutlich besser.


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